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| Vergütung

Regionale Gehaltsschwankungen von der Ausbildung abhängig

Speckgürtel München: Für Facharbeiter kann sich der Umzug hierhin lohnen. Führungskräfte dagegen verdienen überall gleich.
Bild: Stephan Bratek ⁄

Wer verdient wo am meisten? Der Gehaltsatlas 2014 bringt neben einem Überblick über die Gehaltschwankungen in den verschiedenen Regionen Deutschlands eine interessante neue Erkenntnis: Nicht in jeder Berufsgruppe gibt es regionale Unterschiede.

Fachkräfte ohne akademischen Abschluss verdienen in  Baden-Württemberg, Hessen und Bayern am meisten. Die niedrigsten Gehälter erwarten sie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Bei Führungskräften und Akademikern dagegen beeinflusst der Standort des Unternehmens die Vergütungshöhe kaum – das zeigt der neue Gehaltsatlas 2014.

Kaum regionale Unterschiede bei Gehältern von Führungskräften

Auf der Grundlage von über 400.000 Datensätzen wurde ausgewertet, wo in Deutschland die höchsten Gehälter gezahlt werden und welche regionalen Unterschiede es zwischen Fach- und Führungskräften sowie innerhalb ausgewählter Berufsgruppen gibt. Dabei wird insbesondere eines deutlich: Die Höhe der Vergütung wird zwar generell durch die regionale Lage des Unternehmens beeinflusst, dieser Einfluss nimmt aber mit steigenden Bildungsabschlüssen immer mehr ab. So weichen die Gehälter von Akademikern und Führungskräften in allen Regionen Deutschlands nur wenig vom Gesamtdurchschnitt ab. Die Gehälter für Arbeitnehmer mit Berufsausbildung dagegen schwanken von Region zu Region deutlich. 

Akademische Ausbildung bewahrt vor regionalen Schwankungen

Auch innerhalb der Berufsgruppen spiegelt sich ein ähnliches Bild wider: Fachkräfte wie Elektroniker unterliegen größeren regionalen Gehaltsschwankungen als beispielsweise die akademisch geprägte Berufsgruppe der Controller. Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Elektronikers beträgt im Postleitzahlengebiet sieben (Schwerpunkt Baden-Württemberg) 38.790 Euro, in den neuen Bundesländern mit Postleitzahlengebiet null lediglich 29.223 Euro.  Controller erhalten dagegen mit durchschnittlich 54.455 Euro im Postleitzahlengebiet sieben nur knapp zehn Prozent mehr als ihre Kollegen im Postleitzahlengebiet null.

Faustformel bestätigt - Speckgürtel Stuttgart, München, Leverkusen

Insgesamt betrachtet bestätigt sich die Faustformel zu den regionalen Gehaltsschwankungen: „Im Süden mehr Gehalt als im Norden, im Westen mehr als im Osten.“ Der süddeutsche Raum mit den Postleitzahlen-Gebieten sieben (Schwerpunkt Baden-Württemberg) und acht (Schwerpunkt Bayern) weist mit mehr als zehn Prozent die höchsten Abweichungen nach oben vom Durchschnittgehalt auf. Die Postleitzahlengebiete der neuen Bundesländer (null und eins) zählen zu den stark unterdurchschnittlichen Gehaltsregionen. Hier beträgt der Verdienst von Facharbeitern bis zu dreißig Prozent  weniger als im gesamtdeutschen Durchschnitt.

Die höchsten Einstiegsgehälter erzielen Berufseinsteiger in den  „Speckgürteln“ von Stuttgart und München sowie in Leverkusen.

Gehaltsunterschiede nach Bundesland

Die Rangliste zeigt, wie hoch die Abweichung von der Durchschnittsvergütung in den jeweiligen Bundesländern für vergleichbare Stellen ist.   

1. Baden-Württemberg (+10,7 Prozent)
2. Hessen (+10,7 Prozent)
3. Bayern (+8,5 Prozent)
4. Hamburg (+5,7 Prozent)
5. Nordrhein-Westfalen (+5,1 Prozent)
6. Rheinland-Pfalz (+3,1 Prozent)
7. Saarland (+0,4 Prozent)
8. Bremen (-0,2 Prozent)
9. Schleswig-Holstein (-2,1 Prozent)
10. Niedersachsen (-2,2 Prozent)
11. Berlin (-7,1 Prozent)
12. Thüringen (-18,3 Prozent)
13. Brandenburg (-19,3 Prozent)
14. Sachsen (-20,8 Prozent)
15. Sachsen-Anhalt (-22 Prozent)
16. Mecklenburg-Vorpommern (-22,9 Prozent)

Haufe Online Redaktion

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