05.01.2012 | HR-Management

Gehaltsprognose 2012: Europäische Länder im Überblick

Wie werden sich die Gehälter im kommenden Jahr entwickeln? Eine Prognose der Unternehmensberatung Kienbaum unterstüzt Personaler bei der Einschätzung für 25 europäische Länder und unterschiedliche Funktionen im Unternehmen.

Um einen Überblick zur Lohnentwicklung für die anstehende Gehaltsrunde 2012 zu schaffen, hat Kienbaum Informationen von mehr als 400 Unternehmen verarbeitet. Entscheidend für die Prognose der Entwicklung in den westeuropäischen Ländern ist danach, ob eine Krise kommt oder nicht. Laut Kienbaum häufen sich derzeit "die Informationen, die zur Vorsicht mahnen." Allerdings seien auch viele Nachrichten über Umsatzsteigerungen im Umlauf - vor allem in produzierenden Industrieunternehmen und bei einigen Dienstleistern.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt, lasse Unternehmen verstärkt Maßnahmen gegen den Fahckräftemangel ergreifen. Unternehmen passen deswegen häufig das Gehalt nach oben an, so der Kienbaum-Bericht. Auch zur Bindung der Taletente setzen viele Unternehmen auf zusätzliche Vergütungselemente; häufiger wird hier die Mitarbeiterbeteiligung.

 

Zahlen für den deutschsprachigen Raum

Konkret progonostizieren die Berater eine Gehaltsentwicklung von 3,2 Prozent für Deutschland. Das Top-Management liegt danach etwas über dem Durchschnitt mit 3,5 Prozent. Danach profitieren vor allem das Middle Management und die Spezialisten (je 3,2 Prozent) von einer Erhöhung. Für Arbeiter und Sachbearbeiter sehen die Berater je eine Erhöhung um 2,9 Prozent.

In Österreich liegt der Durchschnitt bei 2,9 Prozent, in der Schweiz bei 1,9 Prozent. Interessanterweise prognostizieren die Berater für das Top-Management in der Schweiz die geringste Steigerung (1,8 Prozent). In Österreich liegt sie genauso hoch wie in Deutschland (3,5 Prozent).

 

Prognose für Osteuropa: Größere Gehaltsunterschiede

In den osteuropäischen Ländern erwarten die Kienbaum-Berater wesentlich unterschiedlichere Gehaltssteigerungen als in Westeuropa. So liegen hier Russland und Bulgarien vorne mit 6,8 bzw. 6,3 Prozent. Am unteren Ende stehen Kroatien (0,8 Prozent) und Ungarn (2,6 Prozent).

Aktuell

Meistgelesen