28.07.2011 | HR-Management

Fünfte Antwort auf den Fachkräftemangel: Talent Pools erweitern

Wenn Unternehmen künftig über genügend Fachkräfte verfügen wollen, müssen sie auch die Ressourcen von älteren und weiblichen Arbeitnehmern nutzen. Genauso bleiben noch Potenziale von Immigranten ungenutzt. Wie dies funktionieren kann, zeigen wir im sechsten Teil unsere Serie "Antworten auf den Fachkräftemangel".

Wie die Boston Consulting Group (BCG) in einer Datenanalyse zusammen mit dem Weltwirtschaftsforum belegen kann, stellt gerade ein höherer Frauenanteil eine wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel dar. Und dies bringt weitere positive Folgen mit sich. Studien zeigen das Teams mit einer gleichen Zahl an Männern und Frauen innovativer und dauerhaft produktiver arbeiten. Gleichsam müssen sich Unternehmen in Zukunft stärker auf die Bindung und Förderung von Frauen konzentrieren. So wechseln heutzutage noch doppelt so viele Frauen wie Männer den Arbeitsplatz aufgrund des Unternehmensimages oder der gesellschaftlichen Verantwortung.

Eine weitere bisher nicht ausreichend einbezogene Talentgruppe sind laut der BCG-Analyse internationale Studenten. Die Bindung hochqualifizierter ausländischer Studenten hat nicht nur große Vorteile für das Zielland, sondern wirkt sich auch weniger kritisch für das Heimatland aus. Da internationale Studenten in der Regel ihre Ausbildung selbst oder mit Hilfe des Ziellandes finanzieren, wirkt sich Ihr Verbleib im Ausland weniger negativ auf die Herkunftsländer aus, als die Abwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Inland.

 

Best Practice: Frauenförderung und Programme für Ältere

Das Unternehmen General Electric betreibt bereits vorbildliche Programme in der Frauenförderung. Vor allem in den arabischen Ländern unterstützt das Unternehmen durch Mentoring die Mitarbeiterinnen. Die Siemens AG hat das Netzwerk „Global Leadership Organization for Women“ geschaffen, um die Karrieren der weiblichen High-Potentials voranzutreiben. Inzwischen sind hier weltweit schon zahlreiche Untergruppen entstanden.

Um auch ältere Beschäftigte für das Unternehmen zu gewinnen, können bei IBM ältere Manager in Teilzeit arbeiten. Damit bindet das Unternehmen ihre Führungskompetenzen sowie ihr Wissen an sich. In der ABB Schweiz AG können ältere Beschäftigte zwar schon mit 58 Jahren in Rente gehen, jedoch weiter bis 65 in der Consulting-Abteilung bei ABB arbeiten.

 

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