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Führungskräfteentwicklung: Größte Herausforderung, größter Mangel

Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung bleiben in Europa und in Deutschland die größten Herausforderungen im Personalmanagement. Beide Themen werden laut einer aktuellen Studie als höchst erfolgskritisch, jedoch als derzeit nicht ausreichend gemanagt, bewertet.

60 Prozent der Unternehmen verfügen nicht über eine systematische, strategische Vorgehensweise, um geeignete Talente für ihre künftigen Herausforderungen zu gewinnen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Creating People Advantage 2011 - Time to Act: HR Certainties in Uncertain Times". Zum dritten Mal befragte The Boston Consulting Group (BCG) gemeinsam mit der European Association for People Management (EAPM) dafür über 2.000 Führungskräfte in 35 europäischen Ländern.

 

Interne Talenteentwicklung benötigt Zeit

Um der Talente- und Führungskräfteknappheit erfolgreich entgegenzuwirken, ist ein strategisches, systematisches Vorgehen erforderlich, das Führungskräfte intern aufbaut und an das Unternehmen bindet. Dies zeigt das Abschneiden der untersuchten Unternehmen: 53 Prozent der Topkonzerne (gemessen an Umsatz und Wachstum der letzten drei Jahre) verfügen bereits über eine integrierte Strategie, um geeignete Talente zu rekrutieren, aufzubauen und zu binden – hingegen nur 27 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen.

"Talente zu entwickeln, braucht Zeit. Unternehmen sollten daher langfristig die Größe und Zusammensetzung des Talentpools in Abhängigkeit von der Unternehmensstrategie planen", erklärt Dr. Rainer Strack, Senior Partner und weltweit verantwortlich für Personalthemen bei BCG. Gegenwärtig konzentrieren sich die meisten Talentprogramme hauptsächlich auf erfahrene Führungskräfte. Lediglich bei 35 Prozent der Unternehmen werden bereits junge Talente systematisch gefördert.

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