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Führungskräfte wünschen sich glaubwürdige Unternehmen

Welche Werte erwarten Manager von ihren Unternehmen? Glaubwürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein stellen laut dem aktuellen Hernstein Management Report die wichtigsten Unternehmenswerte für Führungskräfte dar. Auffällig: Österreichische Führungskräfte empfinden Werte insgesamt weniger wichtig als deutsche und Schweizer Manager.

70 Prozent der 302 befragten Führungskräfte nennen Glaubwürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein als die wichtigsten Unternehmenswerte. Auch Eigenverantwortung (68 Prozent), Engagement (68 Prozent) und Vertrauen (65 Prozent) werden als sehr wichtig betrachtet. Dennoch gibt es im Ländervergleich auch markante Unterschiede zwischen den deutschen und Schweizer Managern und ihren österreichischen Kollegen: Glaubwürdigkeit wird von 83 Prozent der deutschen und 81 Prozent der Schweizer Kollegen, jedoch nur von 48 Prozent der österreichischen Führungskräfte als wichtigster Unternehmenswert genannt. Unternehmenswerte wie Kreativität und Innovation sowie Kooperation und Dialog beziehungsweise Kundenorientierung scheinen hingegen nur für etwas mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte von Bedeutung zu sein.

 

Persönliche Werte und Unternehmenswerte nicht immer identisch

69 Prozent der deutschen Führungskräfte geben an, dass ihre persönlichen Werte sehr mit den Unternehmenswerten in Einklang stehen. In der Schweiz sagen dies 52 Prozent und in Österreich 47 Prozent. Bei 25 Prozent der deutschen, 43 Prozent der Schweizer und 48 Prozent der österreichischen Führungskräfte sind die persönlichen Werte nur "eher" im Einklang mit den Unternehmen. "Die Umfrage zeigt, dass es durchaus eine Ambivalenz bei den Führungskräften in Bezug auf eigene Werten und Unternehmenswerte gibt. Das ist schon bedenklich, denn es sind ja die Führungskräfte, die den Wertekanon eines Unternehmens definieren und diesen auch in der täglichen Arbeit umsetzen müssen", so Hernstein Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger.

 

Verbesserungsvorschläge sind erste Wahl

Bei der Überwindung der Diskrepanzen sind sich alle Befragten einig: Aktiv Verbesserungsvorschläge einzubringen, gilt als erste Wahl (rund 50 Prozent). Führungskräfte in Deutschland geben als zweite Wahl an „Konsequenzen ziehen“ (20 Prozent der Deutschen, 7 Prozent der Österreichischen, 3 Prozent der Schweizer Führungskräfte), in Österreich hingegen rangiert an zweiter Stelle das „in Verhandlung treten“ (27 Prozent Österreich, 14 Prozent Deutschland, 22 Prozent Schweiz) und in der Schweiz das Benennen der Diskrepanzen (31 Prozent der Schweizer, 15 Prozent der Deutschen, 13 Prozent der Österreicher). Ignorieren und Weiterarbeiten wird von den Führungskräften entschieden abgelehnt.

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