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30.01.2013 | Serie Herausforderungen für Führungskräfte im neuen Amt

Brüderle und Rösler: Drehbuch für die Doppelspitze

Serienelemente
Auch die Führungsspitzen der FDP, Philipp Rösler und Rainer Brüderle, brauchen eine klare Rollenverteilung.
Bild: www.fdp.de

An der Spitze der FDP ist das Duo Philipp Rösler und Rainer Brüderle angetreten, um die Partei durch den Bundestagswahlkampf zu führen. Damit eine solche Doppelspitze Erfolg hat, braucht es ein Drehbuch für die Führung, zeigt Gabriele Müller, Business-Coach und Vorstand der Isco AG.

"Die Grundlage der Führung im Duo ist ein gegenseitiges Vertrauen", sagt Gabriele Müller. Darauf aufbauend sollten beide Spitzen sich darüber im Klaren sein, wo sie sich ergänzen können und wo sie sich ähnlich sind.

Sind diese Fragen geklärt, könne man die passende Rollenverteilung entwickeln, sagt Müller. Dies sei notwendig, damit kein Konkurrenzkampf entstehe. "Wenn in der Doppelspitze die eigene Rolle und die Rolle des anderen nicht bis ins Detail klar ist, entsteht ein Konkurrenzkampf. Dann geht es nur noch darum, wer der Bessere ist und nicht mehr um ein gemeinsames Ziel."

Herrschaftsteilung und Kompetenzbereiche

Wenn es schon einmal zu einem Konkurrenzkampf gekommen sei, so Müller, gelte es die Bereitschaft zu zeigen, sich darüber auszutauschen. Sie empfiehlt in diesem Fall, einen Coach oder Mediator hinzu zu ziehen. "Der Coach oder Mediator kann mit beiden Beteiligten das Geschehen reflektieren und aus diesen Lernerfahrungen neue Regeln aufstellen, mit denen sich beide einverstanden erklären müssen."

Bei Führungskräften, die sich einander sehr ähnlich sind, könnte eine zeitliche Aufteilung der Herrschaft sinnvoll sein. Gibt es keine Ähnlichkeiten, sollten die Kompetenzbereiche eindeutig geklärt werden und klar sein, das einer die Entscheidungen des anderen mittrage. Auch hier könne ein Coach die Führungsspitze unterstützen.

Haufe Online Redaktion

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