0

| Führung

Selbstverwirklichung nicht um jeden Preis

Viele Manager liebäugeln laut Studie mit einem Jobwechsel.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Führungsaufgabe ist für immer weniger Manager ein Selbstzweck, so eine Studie. Wichtiger ist es ihnen, die eigenen Stärken und Vorlieben einzusetzen. Dafür nehmen die Führungskräfte auch aufwändige Wechsel in Kauf. Doch nicht um jeden Preis, denn das Gehalt muss stimmen.

Was motiviert Führungskräfte, was sind sie bereit für ihre Karriere zu geben und wie schätzen sie ihre persönlichen Entwicklungsperspektiven ein? Diesen Fragen ist der "Managerbarometer" des Personalberaters Odgers Berndtson nachgegangen, der für die Studie 1.200 Führungskräfte befragt hat. Bei den Motivatoren liegt das Einsetzen persönlicher Stärken und Begabungen vorn. Diese Erkenntnisse decken sich mit denen einer kürzlich veröffentlichten Studie der Hay Group, derzufolge Manager sich am besten durch eine sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit motivieren lassen. Die Führungsaufgabe an sich landet auf Platz zwei der Karrieremotivatoren. Hierbei stellten die Autoren fest, dass insbesondere junge Manager und weibliche Führungskräfte weniger Interesse daran haben, Führungsaufgaben zu übernehmen.

Manager möchten Zeit für Arbeit reduzieren

Einen Trend konnten die Autoren der Studie, die bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde, beim Thema "Work-Life-Balance" erkennen: Eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Privatem schätzen die Befragten genauso wie in den Vorjahren als sehr wichtig ein. Sie geben an, den Zeitanteil, den sie gegenwärtig für den Beruf aufwenden, um rund 15 Prozent zugunsten anderer Lebensbereiche wie Familie und Freizeit reduzieren zu wollen. Personaler dürfte zudem die Wechselfreude der befragten Chefs interessieren: Die Mehrheit zeigt sich einem Jobwechsel gegenüber auch dann aufgeschlossen, wenn dieser mit  hohem Aufwand – einem Branchenwechsels oder dem Wechsel in eine neue Fachrichtung –verbunden ist. Vor allem jüngere Manager zeigen sich einer potentiellen Veränderung gegenüber positiv eingestellt. Dem Wechselwillen der Führungskräfte könnte jedoch die passende Vergütung entgegen wirken: Gehaltliche Einbußen würden die Befragten für den Karriereschritt eher nicht in Kauf nehmen.

Haufe Online Redaktion

Führung, Aufgabe, Stärke, Wechsel

Aktuell

Meistgelesen