16.10.2012 | Führung

Mangelnde Kommunikation in der Chefetage

Die Kommunikation zwischen Chef und Mitarbeiter läuft nicht gut.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Deutsche Manager kommunizieren ihre Ziele und Erwartungen gegenüber Mitarbeitern und Kollegen nur ungenügend, stellt eine neue Studie fest. Demotivation und verfehlte Ziele sind die Folge.

Für die Studie wurden 322 Manager befragt und die stellen sich selbst kein gutes Zeugnis aus, wenn es um klare Worte geht. So definierten 49 Prozent der Top-Manager hierzulande Verantwortungsbereiche und wichtige geschäftliche Vorgänge gegenüber den Mitarbeitern und Kollegen nicht ausreichend. 37 Prozent der Befragten waren der Ansicht, Führungskräfte sagen nicht, was sie meinen. Und 35 Prozent erklärten, dass Mitarbeiter nicht erwarten können, dass ihnen nach Fehlern der Rücken gestärkt werde.

Fehlen klare Angaben oder haben Mitarbeiter das Gefühl, ihren Führungskräften nicht trauen zu können, wirkt sich das auf ihre Motivation negativ aus. Das zeigen die  Ergebnisse auf die Frage nach den Folgen dieses unklaren Führungsverhaltens: 87 Prozent der Befragten nannten Demotivation, 59 Prozent waren überzeugt, dadurch Arbeitsziele nicht zu erreichen und 42 Prozent sehen einen direkten Zusammenhang mit einer dadurch auftretenden Personalfluktuation.

Die Autoren der Studie des 27. LAB Managerpanels der Personalberatung LAB & Company in Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg sehen darin eine große Gefahr für den Unternehmenserfolg und fordern, mehr für die Motivation von Arbeitnehmern zu tun. Außerdem sollten  Manager die eigenen Führungskompetenzen kritischer betrachten. "Viele halten sich zwar für motivierende und leistungsfördernde Vorgesetzte. Doch Anspruch und Wirklichkeit liegen beim Thema Führung nach wie vor weit auseinander. Falsche Selbsteinschätzung birgt große Risiken", so Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company.

Schlagworte zum Thema:  Führung, Motivation, Kommunikation

Aktuell

Meistgelesen