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Vorschlag der EU-Kommissarin vorerst abgelehnt

EU-Justizkommissarin Viviane Reding
Bild: Ralf Bauer

Eine 40-Prozent-Quote in den Aufsichtsräten der europäischen Unternehmen wollte Viviane Reding bis 2020 durchsetzen. Doch die EU-Kommission hat dem Vorschlag laut Zeitungsberichten erst einmal nicht zugestimmt.

Wie "Die Welt" berichtet, sei aus EU-Kreisen zu vernehmen, dass die Kommission Zweifel hatte, ob das EU-Recht Brüssel so weitreichende Eingriffe in die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten erlaube. Über Twitter lässt Reding aber verlauten: "Ich werde nicht aufgeben." Noch vor Ende November sei das Thema wieder auf der Agenda der EU-Kommission. Laut "Focus online" ist der 14. November dafür schon angesetzt.

Nun überarbeitet die Justizkommissarin ihren Vorschlag. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, ist aus Kommissions-Kreisen zu hören, dass die 40 Prozent "als Zielmarke wohl letztendlich erreicht werden". Dagegen sind die Strafen für Unternehmen, die diese Quote nicht erreichen, anscheinend vom Tisch. "Letztendlich wird jeder Staat allein darüber entscheiden können, wie er durchsetzt, dass die Quote erfüllt wird", so die Zeitung weiter.

Haufe Online Redaktion

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