29.08.2013 | Frauenförderung

Europäische Zentralbank führt Frauenquote ein

In der EZB sollen künftig mehr Frauen in Managementpositionen gelangen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Nun traut sich eine große Institution einen großen Schritt: Die Europäische Zentralbank führt eine Frauenquote ein. Bis 2019 sollen Frauen 35 Prozent der mittleren und 28 Prozent der oberen Managementpositionen einnehmen. An Bewerberinnen mangele es nicht, meint der EZB-Direktor.

Das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) fasste wohl schon vor einigen Wochen den Beschluss für die Frauenquote, machte diesen aber erst jetzt publik. Nach dem EZB-Bericht liegt der Anteil von Frauen auf Führungspositionen derzeit bei 17 Prozent im mittleren und 14 Prozent im oberen Management. Über die gesamte Belegschaft hinweg ist der Anteil von Frauen und Männern recht ausgeglichen - lediglich in den Managementpositionen sind die Frauen unterrepräsentiert.

EZB-Direktor Jörg Asmussen ist laut "Süddeutsche Zeitung" zuversichtlich, was die Erfüllung dieses gesteckten Ziels angeht: Es gebe "ausreichend sehr gut qualifizierte Frauen" bei der Notenbank.

Oberste Führungsebene bleibt ausgenommen

Das EZB-Direktorium ist bisher ausschließlich mit Männern besetzt. Daran wird allerdings auch die neu eingeführte Frauenquote nichts ändern. Denn alle Direktoriumsmitglieder werden vom Europäischen Rat mit qualifizierter Mehrheit ausgewählt und ernannt.

Schlagworte zum Thema:  Frauenquote, Förderung

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