| Betriebliche Kinderbetreuung

Bundesfamilienministerium setzt Förderprogramm fort

Glückliche Kinder, entspannte Eltern: Wenn die Betreuung passt, profitiert auch der Arbeitgeber.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Bundesfamilienministerium verlängert das bestehende Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung". Es bietet Unternehmen eine zweijährige Anschubfinanzierung für neue betriebliche Kita-Gruppen.

Nach wie vor ist es für viele Eltern schwierig, den Spagat zwischen Beruf und Familie zu schaffen, was nicht zuletzt daran liegt, dass es zu wenig Kinderbetreuungsangebote gibt. Nicht wenige Mütter oder Väter kehren später als geplant und mit einem geringeren Stundenumfang als gewünscht aus der Elternzeit zurück, weil sie keinen passenden Betreuungsplatz für ihr Kind finden. Das Bundesfamilienministerium unterstützt daher der Ausbau betrieblicher Betreuungsangebote. Betrieblich unterstützte Einrichtungen kommen den Bedürfnissen der Beschäftigten  und denen des Arbeitgebers gleichermaßen flexibel entgegen, zum Beispiel durch Öffnungszeiten, die sich an den Arbeitszeiten orientieren. Eltern schätzen zudem die räumliche Nähe zu ihren Kindern.

Finanzielle Unterstützung in der Startphase

"Mit dem Förderprogramm 'Betriebliche Kinderbetreuung' bieten wir Unternehmen konkrete finanzielle Unterstützung", sagt Bundesfamilienministerium Manuela Schwesig. Das Programm, das bereits seit 2012 besteht und nun bis 2017 verlängert wird, soll Unternehmen die Startphase erleichtern. Die Förderung ist daher als maximal zweijährige Anschubfinanzierung für neue betriebliche Kita-Gruppen konzipiert. Gefördert werden die Betriebskosten für neu eingerichtete betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsplätze für unter dreijährige Kinder in neuen Kinderbetreuungsgruppen. Die Förderung erhalten die Träger der Betreuungseinrichtungen. Das können die Unternehmen selbst sein oder die Kinderbetreuungseinrichtungen, mit denen die Arbeitgeber zur Schaffung neuer Betreuungsplätze kooperieren.

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber aller Unternehmensgrößen mit Sitz in Deutschland, insbesondere an Kooperationen von kleinen und mittleren Unternehmen. Neben Unternehmen können sich auch Körperschaften und Stiftungen des privaten Rechts an dem Programm beteiligen. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer Kinderbetreuungsplätze.

Bis zu 9.600 Euro pro Betreuungsplatz

Ganztags-, Teilzeit- und Halbtagsplätze sind förderfähig. Auch betriebliche Kinderbetreuungsplätze in 24-Stunden-Kitas werden gefördert. Für einen neu geschaffenen Ganztagsbetreuungsplatz werden 400 Euro pro Monat als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gezahlt. Insgesamt können die Unternehmen während des Förderzeitraums eine Unterstützung von bis zu 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten. Über die kostenlose Hotline 0800 / 0 00 09 45 der Servicestelle "Betriebliche Kinderbetreuung" können sich Unternehmen, Träger von Betreuungseinrichtungen und andere Interessierte über unterschiedliche Möglichkeiten betrieblicher Kinderbetreuung und das Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" informieren.

Unter www.erfolgsfaktor-familie.de finden Interessierte - neben weiteren Informationen -  auch den "Förderlotsen", ein Online-Fragebogen, mit dem Unternehmen ermitteln können, welches Betreuungsangebot am besten zu ihnen passt.

Schlagworte zum Thema:  Kinderbetreuung, Förderprogramm

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