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| Fluktuation

Immer mehr Arbeitnehmer kündigen wegen zu viel Stress

Viel Stress und hohe Arbeitsbelastung lassen die Fluktuationsquote steigen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mitarbeiter sind heute häufiger zu einem Jobwechsel bereit als dies noch vor drei Jahren der Fall war. Hohe Arbeitsbelastung und Stress führen oft dazu, dass sie das Unternehmen aus freien Stücken verlassen. Das belegt eine Studie unter 250 HR-Managern in Deutschland und der Schweiz.

Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz sind die Unternehmen häufiger mit wechselwilligen Mitarbeitern konfrontiert. Im Vergleich zum Jahr 2010 verzeichnen 28 Prozent der deutschen HR-Manager einen leichten bis signifikanten Anstieg der Fluktuationsrate. In der Schweiz zeigt sich ein noch deutlicheres Bild: 38 Prozent der Personalverantwortlichen stellen eine Zunahme der freiwilligen Kündigungen fest, so das Ergebnis der Studie im Auftrag des Personaldienstleisters OfficeTeam.

Mitarbeiterbindung wird zu immer größerer Herausforderung

Verglichen mit der Zeit von vor drei Jahren verbuchen 54 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland und 48 Prozent in der Schweiz stabile Fluktuationsraten. Einigen wenigen Unternehmen ist es zwischen 2010 und heute indes gelungen, die Anzahl der freiwilligen Austritte zu reduzieren. In Deutschland verzeichnet knapp jeder Fünfte HR-Manager (19 Prozent der Befragten) einen leichten bis bedeutenden Rückgang wechselwilliger Mitarbeiter, bei den Schweizer Kollegen ist es immerhin jeder Siebte (14 Prozent der Studienteilnehmer).

Nährboden für Fluktuationswachstum: Stress, Work-Life-Unbalance und Jobunsicherheit

Weder die fehlende Aussicht auf einen Wechsel in die Chefetage oder neue Teamkollegen machen Mitarbeitern primär das Arbeitsleben schwer und sind Grund für einen Jobwechsel. Nur 5 Prozent der Schweizer und sieben Prozent der deutschen Arbeitnehmer nennen dies als Kündigungsgrund. Vielmehr trägt die mangelnde Work-Life-Balance bei nahezu jedem Zweiten (Deutschland 45 Prozent, Schweiz 47 Prozent) maßgeblich zur Entscheidung gegen die aktuelle Arbeitsstelle bei.

Weiterhin hoffen zahlreiche Wechselwillige darauf (37 Prozent Schweizer und 38 Prozent deutscher Arbeitnehmer), dem zermürbenden Stress und der wachsenden Arbeitsbelastung durch einen Jobwechsel entfliehen zu können. Verlustängste um den aktuellen Job führen bei etwa jedem fünften Deutschen (22 Prozent) und gut einem Viertel der Schweizer (26 Prozent) zur Wechselabsicht: Deutet die Unternehmensentwicklung auf einen möglichen Stellenabbau hin, wählen sie den proaktiven Weg und kündigen selbst, bevor der Arbeitgeber womöglich ihren Job streicht.

Geringere Fluktuation dank sicherer Jobs und guter Unternehmensresultate

Unternehmen, denen es gelungen ist, die Fluktuation in den letzten drei Jahren zu senken, zeichnen sich durch Vertrauenswürdigkeit aus. So nennen 68 Prozent der deutschen und 43 Prozent der Schweizer HR-Manager die positiven Erwartungen bezüglich der Firmenentwicklung als Grund für die wachsende Loyalität der Mitarbeiter. Sichere Jobs werden in Deutschland noch stärker gewichtet als in der Schweiz (74 Prozent zu 43 Prozent) wobei die Schweizer eine ausgeglichene Work-Life-Balance tendenziell eher ins Zentrum rücken (43 Prozent zu 29 Prozent Deutschland) und zu Gunsten des Ausgleichs gerne auf einen Jobwechsel verzichten. 

Haufe Online Redaktion

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