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Firmenwagen-Pool statt Statussymbole?

Viele Betriebe setzen auf einen Fuhrpark statt auf Fahrzeuge für einzelne Mitarbeiter.
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr Unternehmen bevorzugen einen Pool an Fahrzeugen statt Fahrzeuge für einzelne Personen. Für jeden zweiten Mann bleibt der Firmenwagen aber ein gutes Incentive.

Sei es aus Kosten-, Umwelt- oder Motivationsgründen – viele Unternehmen tendieren dazu eher einen Fahrzeug-Pool anzulegen: In Deutschland hat bereits ein Viertel der Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern einen Fahrzeugpool eingeführt. Sieben weitere Prozent ziehen dies in Erwägung, so das "CVO Fuhrpark-Barometer 2013“, für das 3.650 Fuhrparkentscheider in zwölf europäischen Ländern, davon 300 in Deutschland, befragt wurden.

Firmenwagen bleibt Incentive für Führunskräfte

Allerdings bleibt der Firmenwagen ein Statussysmbol für viele Männer: 51 Prozent der Männer in Führungspositionen fahren einen Dienstwagen – und noch immerhin jede dritte Frau. Bei den Fachfunktionen sind es knapp vier Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer. Dies sind Ergebnisse der Studie "Firmenwagenmonitor Deutschland 2013", für die die der Compensation-Online Services GmbH 3.000 Arbeitsverhältnisse, die über eine Firmenwagenberechtigung verfügen, analysiert hat.

Ein weiteres Ergebnis: Im Management und im Vertrieb werden am häufigsten Firmenwagen gefahren: Den höchsten Anteil an Firmenwagenberechtigten bei den Führungskräften gibt es mit 75 Prozent unter den Vertriebschefs, gefolgt von den Geschäftsführern (64 Prozent). Den höchsten Anteil an Firmenwagenberechtigten bei den Fachkräften haben Pharmareferenten (79 Prozent) und Außendienstmitarbeiter im Konsum- und Gebrauchsgüterbereich (74 Prozent).

Elektroautos als Dienstwagen weniger beliebt

Elektroautos sind dabei nicht mehr im Trend, zeigt das CVO Fuhrpark-Barometer: Gründe gegen die Nutzung von Elektrofahrzeugen sind bei Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern vor allem die eingeschränkte Reichweite (67 Prozent), die lange Ladedauer der Batterie (48 Prozent) sowie die begrenzte Anzahl an Ladestationen (45 Prozent).

Dennoch: Umweltschutzmaßnahmen an sich sind im Fuhrparkmanagement durchaus ein Thema. Mehr als die Hälfte der Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern (60 Prozent) plant in den nächsten zwei Jahren eine Verlagerung hin zu Fahrzeugen mit geringerem Kraftstoffverbrauch. Einen Wechsel hin zu Fahrzeugen mit Elektroantrieb beabsichtigen immerhin 15 Prozent.

Führerscheinkontrolle im Fuhrpark-Management vernachlässigt

Ein weiteres Ergebnis des Barometers sollte jedoch die Unternehmen alarmieren: Selbst bei den großen Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern geben 13 Prozent der Befragten an, keine regelmäßige Prüfung durchzuführen. In kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern sind es 22 Prozent. Die regelmäßige Führerscheinkontrolle der Fahrer liegt in der Verantwortung der Unternehmen. Kommt ein Arbeitgeber dieser Pflicht nicht nach, kann er im Ernstfall – einem Unfall, verursacht durch einen Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis – sogar strafrechtlich belangt werden.

Das "CVO Fuhrpark-Barometer 2013" kann ab sofort kostenfrei unter www.arval.de angefordert werden.

Der "Firmenwagenmonitor Deutschland 2013" steht unter www.compensation-online.de kostenlos zum Download bereit.

Schlagworte zum Thema:  Firmenwagen, Dienstwagen, Incentive, Fuhrpark

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