Financial-Times-Ranking für MBA 2019

Das MBA-Programm der kalifornischen Elite-Uni Stanford wurde wieder zum besten MBA der Welt gekürt. Harvard kann sich von Platz 5 auf Platz 2 verbessern. Im Ranking bewertet die Financial Times Vollzeit-MBA-Programme von Schulen weltweit.

Bereits zum zweiten Mal hat die Financial Times das MBA-Programm der kalifornischen Elite-Uni Stanford zum besten MBA der Welt gekürt. Harvard kann sich von Platz 5 auf Platz 2 verbessern. Das Nachsehen hat INSEAD, das vor zwei Jahren noch auf Platz 1 landete und jetzt auf Platz 3 liegt, aber immer noch die beste europäische Schule ist. Bewertet werden Vollzeit-MBA-Programme von Schulen weltweit.

US-Schulen liegen beim MBA vorne

Mit sieben von zehn Schulen unter den Top Ten, dominieren die US-Schulen. Lediglich die CEIBS in Shanghai (Platz 5) und die London Business School (Platz 6) schafften es noch unter die zehn besten. Das IMD in Lausanne erreicht auf Platz 22 (Vorjahr Platz 24).

Der große Aufsteiger unter den deutschen Schulen ist die WHU - Otto Beisheim School of Management, die von Platz 94 auf Platz 71 klettert. Damit ist die WHU erstmals die beste deutsche Schule im FT-Ranking. Die Mannheim Business School verschlechtert sich dagegen vom 16 Plätze von Platz 61 auf Platz 77. Und die ESMT, die im vergangenen Jahr 18 Plätze abstürzte, kann sich wieder verbessern und kommt auf Platz 79 (Vorjahr Platz 88).

Insgesamt schaffen es in diesem Jahr 51 US-Schulen, elf britische, sechs chinesische, fünf französische und vier indische Schulen in die Top 100. Deutschland ist zusammen mit Singapur, Australien, Kanada und Spanien mit je drei Schulen vertreten.

Die Auf- und Absteiger der Business Schools 2018

Auffallend sind in diesem Jahr einige gravierende Auf- und Abstiege. Den größten Sprung nach oben machte das Indian Institute of Management Calcutta von Platz 78 auf Platz 49. Die Oxford Said Business School gewinnt 14 Plätze und steigt von Platz 27 auf Platz 13 auf. Auch andere britische Schulen schneiden deutlich besser ab. Die Warwick Business School klettert von Platz von 41 auf Platz 36, die Imperial College Business School von 51 auf 39 und Durham Business School von 64 auf 43. Dabei dürfte den britischen Schulen vor allem das schwache britische Pfund geholfen haben. Denn damit wird das MBA-Studium auf der Insel billiger, was wiederum zu einem besseren Abschneiden beim Kriterium "Value for Money" führt.

Bewertet werden auch Gehalt und Gehaltszuwachs der MBA-Absovlenten

Sieger Stanford punktet vor allem mit dem höchsten Gehalt in Höhe von 224.628 Dollar (Vorjahr 214.742 Dollar) und einem Gehaltszuwachs von 129 Prozent. INSEAD kommt auf 180.527 Dollar und 104 Prozent mehr Geld. Das ist das höchste Gehalt bei den europäischen Schulen.

40 Prozent der Bewertung beim FT-Ranking machen das Gehalt und der Gehaltszuwachs aus. Dabei sind die Gehaltsangaben nur bedingt aussagekräftig. Denn das in US-Dollar umgerechnete Gehalt wird entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, kurz PPP) an die lokale Kaufkraft angepasst. Das führt zu teils absurden Verzerrungen, von denen vor allem die Schwellenländer profitieren. Denn für einen Dollar kann man in China oder Indien nun mal mehr kaufen als in der Schweiz.

Schlagworte zum Thema:  MBA