Financial-Times-Ranking für MBA Executive Education 2019

Die Financial Times hat ihr neues Ranking zu Executive Education publiziert. Den Spitzenplatz der Business Schools mit den weltweit besten offenen Managementkursen teilen sich das IMD in Lausanne und die Stanford Graduate School of Business. Bei den Customized Programmen siegt die spanische IESE Business School.

Im neuen Ranking der Financial Times zu Executive Education ist das IMD in Lausanne erneut die Business School mit den weltweit besten offenen Managementkursen. Damit behauptet die Schweizer Schule bereits zum achten Mal ihren Spitzenplatz. Allerdings muss sie sich den Platz diesmal mit der Stanford Graduate School of Business teilen. Platz drei geht an die Chicago Booth School of Business, gefolgt von der Ross School of Business in Michigan und der Insead Business School. 

Financial Times Ranking: Die Auf- und Absteiger

Die britische Oxford Said School of Business landet auf Rang sechs und verschlechtert sich damit um vier Plätze. Ebenfalls Platz sechs erreicht die spanische IESE Business School (Vorjahr Platz drei). Beste deutsche Schule ist die ESMT auf Platz acht (Vorjahr Platz elf). Die Universität St. Gallen kommt auf Platz 24 (Vorjahr Platz 28). Der große Aufsteiger ist die WHU – Otto Beisheim School of Management, die sich um 15 Plätze auf Platz 45 verbessert. Auch die Frankfurt School of Finance and Management schneidet mit Platz 61 (Vorjahr Platz 72) deutlich besser ab.

Auffallend ist erneut die geringe Präsenz von US-Schulen mit lediglich 14 Schulen (Vorjahr elf) unter den 80 gerankten Schulen. Frankreich ist mit neun Schulen vertreten, Großbritannien mit sechs Schulen. Der Rest ist weltweit gestreut, darunter auch Business Schools aus Ägypten, Costa Rica, Nigeria und Peru. 

Die Kriterien des FT-Rankings

Bewertet werden 16 Kriterien, darunter das Kursdesign, die Qualität der Teilnehmer und das Erlernen neuer Fähigkeiten. Aber auch die Anzahl der Teilnehmerinnen, die Diversität der Dozenten sowie die Unterkunft und Verpflegung spielen eine Rolle. Gesamthaft werden zehn Kriterien aufgrund der Angaben der Teilnehmer beurteilt, die restlichen sechs aufgrund der Daten der Schulen. 

Das Ranking der Customized Programme

Neben den offenen Kursen bewertet die Financial Times auch die Customized Programme, also die auf die Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnittenen Kursen. Hier steht die spanische IESE Business School erneut auf Platz eins, gefolgt von der Duke Corporate Education und dem IMD. Platz vier geht an die italienische SDA Bocconi School of Management, die sich damit um drei Plätze verbessern konnte. Auch die französische ESSEC Business School macht einen Sprung nach vorne und landet auf Platz fünf (Vorjahr Platz 12) und damit sogar einen Platz vor der HEC Paris. Die spanische ESADE Business School verbessert sich von Platz 30 auf Platz 14. 

Die besten deutschen Schulen für Customized Programme

Beste deutsche Schule ist auch hier die ESMT mit Platz 18. Sie teilt sich diesen Platz mit der ECSP Europe, die ebenfalls einen Campus in Berlin hat. Die Mannheim Business School erreicht – wie im Vorjahr – Platz 31 und die Frankfurt School of Finance and Management verbessert sich von Platz 80 auf Platz 69. 

Auch bei den firmeninternen Kursen sind die USA lediglich mit 14 Schulen vertreten, Großbritannien mit zehn Schulen und Frankreich mit acht Schulen. Hier werden 15 Kriterien bewertet. Dazu gehören die Vorbereitung, das Kursdesign, die Lehrmethoden und das Lernmaterial, aber auch die Unterrichtsräume und die Absicht einer künftigen Nutzung der Angebote. Zehn Kriterien werden anhand der Angaben der Unternehmen beurteilt, die restlichen fünf basieren auf den Angaben der Schulen.

FT-Ranking: Teilnahmebedingungen

An den beiden Rankings können nur Schulen teilnehmen, die eine Akkreditierung von EQUIS oder von der AACSB haben und zugleich 2018 in einer der beiden Kategorien einen Mindestumsatz von zwei Millionen Dollar erzielten. In diesem Jahr haben sich 103 Schulen zur Teilnahme am Ranking qualifiziert.


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