| Fehlende Karriereaussichten

Viele planen derzeit Jobwechsel

Viele Arbeitnehmer vermissen in ihrem Unternehmen echte Karriereperspektiven
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland zieht einen Jobwechsel in den kommenden zwölf Monaten in Erwägung. Hauptgründe dafür sind fehlende Karriereaussichten und eine unzureichende Bezahlung, zeigt die Studie "Jobzufriedenheit" der Manpower Group Deutschland.

Jeder fünfte von 1.048 Befragten bemängelt, dass er beruflich nicht weiterkommt. Männer beklagen diesen Umstand mit 25 Prozent besonders häufig. Bei den Frauen geben 17 Prozent an, in Sachen Karriere bei ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht voranzukommen.

Aktive Karriereförderung ist Mangelware

Auch Arbeitnehmer, die sich eigentlich im "besten Alter" zwischen 35 und 44 Jahren befinden, haben vergleichsweise häufig mit Karriereproblemen zu kämpfen: In dieser Altersgruppe gab mit 26 Prozent jeder Vierte an, unzufrieden mit seiner Position zu sein. Diese Ergebnisse sind als Resultat mangelnder Förderung seitens der Unternehmen zu verstehen: Laut Studie findet eine aktive Karriereförderung nur bei jedem zehnten Arbeitgeber statt.

Schlechte Bezahlung steigert Wechselbereitschaft

Ein weiterer Faktor, der für große Unzufriedenheit sorgt, ist die Bezahlung. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber generell die Leistungen seiner Mitarbeiter nicht fair entlohnt. 27 Prozent der Arbeitnehmer halten deshalb aktiv Ausschau nach alternativen Jobangeboten mit besserer Bezahlung. Dabei sind Männer mit 29 Prozent deutlich stärker engagiert, eine finanzielle Verbesserung herbeizuführen, als Frauen (24 Prozent). Unter den 25- bis 34-Jährigen geben sogar 39 Prozent an, einen besser bezahlten Job zu suchen. Bei den 35- bis 44-Jährigen ist es immerhin jeder Dritte.

Schlagworte zum Thema:  Karriere, Laufbahnplanung, Personalentwicklung, Talent Management

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