| Familienfreundlichkeit

Familienförderung per "Notfallmama"

Ist das Kind krank, können Arbeitgeber durch Tagesmütter unterstützen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitgeberverband sprechen sich für den Ausbau der Kindertagesstätten aus. Beide wollen Eltern fördern, da sie qualifizierte Fachkräfte brauchen. Ist ein Kind krank, hilft aber auch die Kita nicht mehr. Doch auch dafür gibt es Abhilfe.

Längere und flexiblere Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten fordern die Bundesagentur für Arbeit (BA) ebenso wie der Arbeitgeberverband. "Die oft starren Betreuungszeiten in Kitas passen nicht zur heutigen Lebens- und Arbeitswelt. Wir brauchen mehr Absicherung der Betreuung in Randzeiten und an Wochenenden", kritisierte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Auch Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer betonte: "Wir brauchen mehr hochwertige Kitas, die sich an den Interessen berufstätiger Eltern und den Bedürfnissen der Betriebe orientieren, damit Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen sind."

Nach einer aktuellen Studie der Bundesagentur werden rund 3,29 Millionen Kinder unter sechs Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder von Tageseltern betreut (Daten vom März). Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren - auch durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zum 1. August 2013 - stetig gestiegen.

"Notfallmamas" springen ein – auch im Auftrag des Arbeitgebers

Doch wenn ein Kind kurzfristig erkrankt und die Kita nicht besuchen kann, stehen Eltern meist wieder unter Druck und können eventuell nicht zur Arbeit kommen. Hierfür gibt es das Angebot der sogenannten "Notfallmamas", das gerade ausgebaut wird. Gründerin Angela Schmidt hat eine Idee aufgegriffen, die nicht neu ist, aber inzwischen große Nachfrage verzeichnet: Erkrankt ein Kind, kann über das Angebot der "Notfallmamas" innerhalb von zwei Stunden eine Tagesmutter nach Hause kommen und für drei Stunden bis drei Tage für das Kind sorgen.

Es fällt ein Stundenlohn für 25 Euro dafür an. Auch Unternehmen können dieses Angebot zentral buchen, um so die Eltern unter den eigenen Arbeitnehmern zu unterstützen.

Weitere konkrete Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern im Unternehmen haben wir hier zusammengefasst.

Schlagworte zum Thema:  Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung

Aktuell

Meistgelesen