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Fachkräftesicherung: KMU strategisch gut aufgestellt

Im Mittelstand ist die Fachkräftesicherung als strategisches Thema angekommen. Die kleinen und mittleren Unternehmen sind über die meisten Handlungsfelder hinweg vielfach besser als ihr Ruf, so eine Befragung des RKW Kompetenzzentrums unter 50 Unternehmen.

"Besser als ihr Ruf": Das gilt sowohl für die traditionellen Stärken des Mittelstands wie Führung, Betriebsklima und große Handlungsspielräume, als auch für Bereiche, in denen dieses Ergebnis überraschender war: Allem voran zahlt der Mittelstand besser als ihm vielfach unterstellt wird, gerade einmal jedes vierte Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern weniger als der Durchschnitt.

Ein Thema, das in fast jedem zweiten Unternehmen gerade auf die Agenda gesetzt wurde, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (42 Prozent). Einen bitteren Beigeschmack hinterlässt jedoch das Ergebnis, dass sich Kind und Karriere in den meisten Fällen (noch) ausschließen. In gerade einmal 16 Prozent der befragten Unternehmen werden Maßnahmen einer familienbewussten Personalpolitik auch auf höheren hierarchischen Ebenen in Anspruch genommen.

 

Personalentwicklung gut, Erfahrungstransfer erst ausreichend

Auch der Bereich der Personalentwicklung ist in KMU besser als ihr Ruf. Jedes dritte Unternehmen setzt eigene Personalentwicklungsprogramme für die Belegschaft auf, viele Betriebe ergänzen dies durch Angebote einer Laufbahnplanung. Etwas vernachlässigt wird hingegen - trotz gemeldetem Handlungsbedarf - der Erfahrungstransfer. Gerade einmal jedes zwanzigste Unternehmen greift zu entsprechenden personalpolitischen Maßnahmen.

 

Erhalt der Leistungsfähigkeit: Hier fehlen oft Maßnahmen

Einen ebenfalls großen Handlungsbedarf zeigen die Ergebnisse in dem Bereich der Arbeitsgestaltung. Die Belastungssituation wird weitgehend als hoch eingeschätzt, gerade einmal jedes vierte Unternehmen bescheinigt sich selbst eine moderate Belastungssituation.

Es ist die Ausnahme, dass ein Beschäftigter bis zum Renteneintrittsalter im Betrieb arbeiten kann. Trotzdem ergreifen viele Unternehmen entweder keine Maßnahmen zum Erhalt von Leistungsfähigkeit (35 Prozent) oder erst dann, wenn die Leistungsfähigkeit bereits eingeschränkt ist (44 Prozent).

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