| Fachkräftesicherung

Fachkräftewoche gestartet, IT-Fachkräfte gesucht

Arbeitsministerin Andrea Nahles (Mitte) hat die erste Fachkräftewoche der Bundesregierung eröffnet.
Bild: HC Plambeck / BMAS

Diese Woche hat Bundesarbeitsministerin Nahles eine "Fachkräftewoche" gestartet. Auf rund 300 Veranstaltungen bundesweit werden lokale Initiativen vorgestellt. Vor allem im Fokus sollte dabei die IT-Fachkräftesicherung sein: Denn dort ist der Mangel laut aktueller Studie nach wie vor am größten.

Ziel der ersten sogenannten "Fachkräftewoche", die noch bis Sonntag andauert, ist es, lokale Initiativen zur Fachkräftesicherung vorzustellen. Dies soll den Beteiligten einen Austausch zu ermöglichen, bei dem sie voneinander lernen können, teilte die Bundesregierung zum Start der Veranstaltung Anfang der Woche mit.

"Beeindruckendes Engagement und gute Praxisbeispiele"

Die Initiativen, die dabei gezeigt werden, sollen beschäftigungsfreundliche Rahmenbedingungen zeigen – so etwa attraktive Arbeitsbedingungen, Qualifizierung, den Erhalt der Gesundheit, die Vielfalt im Unternehmen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dafür finden bundesweit insgesamt 300 Veranstaltungen statt, auf denen lokale Akteure wie Sozialpartner, Kammern und Verbände demonstrieren wollen, wie Fachkräftesicherung vor Ort funktioniert. Diese zeigten "ein beeindruckendes Engagement und gute Praxisbeispiele überall in Deutschland", warb Nahles.

Nachfrage nach ITK-Fachkräften gestiegen

In welchen Bereichen aktuell besonders viele Fachkräfte gesucht werden, belegt der kürzlich erschienene Fachkräfte-Index des Personalberaters Hays zum dritten Quartal 2015.

Demnach ist vor allem die Nachfrage nach Fachkräften aus dem ITK-Bereich auf hohem Niveau gestiegen (um 17 Punkte). Leicht gesunken, aber immer noch auf dem zweithöchsten Niveau, liegt die Zahl der gesuchten Fachkräfte aus dem Handel.

Nachfrage nach Chemikern gesunken

Der Index zeigt aber auch: Insgesamt ist die Nachfrage nach Fachkräften im vergangenen, dritten Quartal 2015 leicht zurückgegangen. Nach unten bewegt hat sich demnach vor allem die Nachfrage nach Spezialisten aus der chemischen Industrie (minus sieben Punkte), aus der Automobilbranche (minus fünf Punkte) und aus dem Bereich Banken/Versicherungen (minus vier Punkte).

Der Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung aller Stellenanzeigen in regionalen und überregionalen Tageszeitungen sowie den meistfrequentierten Online-Jobbörsen. Den Referenzwert von 100 bildet das erste Quartal 2011.

Konflikte und Digitalisierung sorgen für Verunsicherung

Dafür, dass aktuell die Nachfrage nach manchen Fachkräftegruppen gesunken ist, machen die Autoren des Fachkräfteindex zweierlei verantwortlich. "Zum einen sind sich die Unternehmen mehr denn je unsicher darüber, wie sich die globalen politischen Konflikte auf die Wirtschaft auswirken werden", so die Erklärung von Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG. "Zum anderen existiert noch kein klares Bild, was die digitale Transformation insgesamt – jenseits der IT – für die Arbeitswelt der einzelnen Unternehmen bedeutet."


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Schlagworte zum Thema:  Fachkräfte, Recruiting, Mitarbeiterbindung

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