| Fachkräftemangel

Mehr Frauen für Technikberufe begeistert

Mehr Frauen studieren naturwissenschaftliche Fächer - insgesamt bleibt der Anteil aber niedrig.
Bild: Michael Bamberger

Es reicht noch nicht, aber wir sind auf einem guten Weg – so lautet in etwa das Resümee einer Studie vom Deutschen Gewerkschaftsbund zum Frauenanteil in mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen. In nicht-akademischen Technikberufen besteht jedoch keinerlei Grund zur Freude.

Der Anteil junger Frauen an den 42.500 Studienanfängern hat laut der DGB-Studie im Fach Informatik im Jahr 2012 bei 22 Prozent gelegen. Im Fach Elektrotechnik lag ihr Anteil an den 26.500 Erstsemestern darunter – bei 12,3 Prozent, in den Studienfächern Verkehrstechnik und Nautik sogar bei nur 11,3 Prozent ausgemacht.

Pharmazie bleibt das Lieblingsfeld der Frauen

"Wie bei der Berufswahl insgesamt kommt es auch innerhalb der mathematisch-naturwissenschaftlichen und den Technik-Berufen zu einer geschlechtsspezifischen Wahl", bilanziert der Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik, Wilhelm Adamy, in der Studie. Wenn sich junge Frauen schon für eine mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung entschieden, dann wählten sie wesentlich häufiger ein Mathematik- (48,2 Prozent Frauenanteil), ein Biologie- (61,8 Prozent Frauenanteil) oder ein Pharmazie-Studium (67,9 Prozent Frauenanteil).

IT- und Technikberufe ohne akademischen Abschluss wenig beliebt

Auch wenn in einigen Bereichen der Frauenanteil noch vergleichsweise gering sei, seien Frauen in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, räumt der Autor der Studie ein. So sei die Zahl der Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen zwischen 2007 und 2011 um 33 Prozent gewachsen – und damit doppelt so stark wie die Gesamtzahl der Beschäftigten in diesem Bereich. In Ingenieurberufen wuchs die Zahl der Frauen sogar um 25 Prozent.

Dagegen lag der Zuwachs von Frauen in nichtakademischen IT- und Technik-Berufen lediglich bei drei Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsmarkt

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