Executive MBA: Programme werden immer beliebter

Ein Executive MBA bietet Managern und Führungskräften die Möglichkeit, in berufsbegleitenden Teilzeitprogrammen zusätzliche Kenntnisse für die Gesamtführung von Unternehmen zu erlangen. Die Programme werden laut einer Umfrage immer beliebter - über die Hälfte der Teilnehmer finanziert mittlerweile das Studium selbst.

Laut der neuesten Umfrage des Executive MBA Councils (EMBAC) werden Executive-MBA-Programme immer beliebter. So sind die Bewerbungen seit 2015 um 31,6 Prozent gestiegen. Die Studiengänge richten sich an erfahrene Führungskräfte. Das Durchschnittsalter der MBA-Teilnehmer liegt bei 38 Jahren und rund 14 Jahren Berufserfahrung, davon neun Jahre Managementerfahrung.

Executive MBA: Frauenanteil hat zugenommen

Zugenommen hat auch der Frauenanteil. Lag er 2017 bei 30,1 Prozent, sind es inzwischen 31,2 Prozent. Die Gründe für ein Studium liegen laut EMBAC vor allem in der Erweiterung der Fähigkeiten, der Karriereentwicklung und der Gewinnung neuer Perspektiven für das Unternehmen durch eine strategischere Sichtweise.

Das jahrzehntelange Wachstum bei den Executive-MBA-Programmen belege den Wert, den Unternehmen diesen Programmen bei der Leadership-Entwicklung zumessen, sagt Michael Desiderio, Executive Direktor des EMBAC. Das Studium gebe den Teilnehmern die Werkzeuge an die Hand, mit denen sie sich als kompetente Führungskraft im Markt positionieren könnten. Dabei werden die Studiengänge immer internationaler. So bieten 93,2 Prozent aller Studiengänge einen Studientrip ins Ausland. Rund 55 Prozent der Studiengänge integrieren Online-Elemente und mehr als 90 Prozent nutzen die Technologie für die Bereitstellung des Kursmaterials im Web.

Arbeitgeber übernimmt nur noch selten die Kosten

War der Executive MBA vor einigen Jahren häufig noch eine Maßnahme der Personalentwicklung, bei der das Unternehmen die Studiengebühren ganz oder teilweise zahlte, so finanzieren heute knapp 53 Prozent ihr Studium selbst. Im Vorjahr waren es erst 45 Prozent. Nur noch bei 15 Prozent übernimmt der Arbeitgeber die vollen Kosten. Dementsprechend bietet der Karriereservice, den inzwischen 91,5 Prozent aller Executive-MBA-Programme anbieten, eine immer größere Rolle.

Bei den Branchen, in denen die Teilnehmer arbeiten, führen Healthcare-, Pharma- und Biotechnologieunternehmen mit 13,3 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent). An zweiter Stelle stehen Technologiefirmen mit 9,9 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent).

Die mehr als 200 EMBAC-Mitglieder (Colleges und Universitäten) betreiben mehr als 300 EMBA-Programme in mehr als 30 Ländern. Die Umfrage fand von April bis Juli 2019 statt und es wurden rund 85 Prozent der EMBA-Programme erfasst.


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