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Internationale Schulen setzen auf Standort Deutschland

In München-Bogenhausen eröffnet im kommenden Jahr ein Campus der spanischen IESE Business School.
Bild: Thomas Weick ⁄

Immer mehr internationale Schulen setzen bei Executive-MBA-Programmen auf eine Kooperation mit deutschen Schulen – oder auf einen eigenen Campus in Deutschland. Bärbel Schwertfeger stellt in der Wirtschaft + Weiterbildung drei internationale Schulen vor, die ihre Aktivitäten in Deutschland ausbauen.

Im Februar, so schreibt die Journalistin und MBA-Expertin Bärbel Schwertfeger, will die erst vor Kurzem gegründete Gerbus Academy in Hamburg das erste "Management Excellence Program" (MEP) in Kooperation mit der französischen Schule Insead anbieten. Das Programm besteht aus drei viertägigen Modulen, von denen das erste in Hamburg, das zweite in Singapur und das dritte auf dem französischen Insead-Campus in Fontainebleau stattfindet.

Insead: Renommierte Business School setzt auf bisher unbekanntes Institut

Ungewöhnlich dabei: Eine renommierte Business School wie die Insead setzt auf ein neues und bisher völlig unbekanntes Institut, so Schwertfeger. Dazu komme, dass Gerbus sich als weitere Partner das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG und die international tätige Anwaltskanzlei Gleiss Lutz geholt habe. KPMG versuche schon länger im Bereich der Managerweiterbildung Fuß zu fassen.

Warum unterstützt Insead potenzielle Konkurrenten? Deutschland sei ein wichtiger Markt, in dem die Marke, die Kundenbasis und das Alumni-Netzwerk extrem gut aufgestellt seien – so lautet die Antwort von Mark Roberts, Associate Dean für Executive Development Programmes am Insead. Man wolle auf vielfältige Weise dazu beitragen, die Entwicklung von Managern zu fördern. Daher begrüßt Roberts auch die Zusammenarbeit mit Gerbus, KPMG und Gleiss Lutz.

IESE: spanische Business School eröffnet Campus in München

Als zweites Beispiel stellt Schwertfeger die Erschließung des deutschen Markts durch die spanische IESE Business School vor. Diese Schule geht noch einen Schritt weiter und gründet hierzulande gleich einen eigenen Campus: Dieser soll im Frühjahr nächsten Jahres in München-Bogenhausen eröffnet werden und vor allem Executive-Education-Programme anbieten.

Bereits seit 2005 führt die Schule ihr "Advanced Management Program" (AMP) in München durch, bislang vor allem im Siemens-Forum. Künftig sollen in München auch neue Executive-Programme sowie internationale Module des Global Executive MBA angeboten werden, weiß Schwertfeger. Darüber hinaus seien zwei Zentren zu den Forschungsschwerpunkten "Familienunternehmen" sowie "Produktion und Innovation" geplant.

IE: Schule aus Madrid mit Programm in Frankfurt am Main

Auch eine zweite spanische Schule sieht Schwertfeger zufolge in Deutschland seit Langem einen attraktiven Markt und will ihre Aktivitäten hierzulande ausbauen: die IE Business School aus Madrid. Erstmals, so die Journalistin, bietet die Schule im Februar 2015 ihr Advanced Management Program (AMP) auch in Frankfurt am Main an. Während der Unterricht in Frankfurt am Freitag und Samstag stattfindet, dauert das Präsenzmodul in Madrid fünf Tage.

Den kompletten Beitrag "Scharf auf Deutschland" lesen Sie in Ausgabe 11/12 2014 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Business School, Führungskräfte, Personalentwicklung

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