Im neuen Ranking der Financial Times zu Executive MBAs belegen Programme aus China oder gemeinsame Programme mit einer chinesischen Business School sechs der zehn Spitzenplätze.

Die Top-Postionen im neuen FT-Ranking besetzen Programme aus China oder gemeinsame Programme mit einer chinesischen Business School. Auf Platz 1 landet wie im Vorjahr die amerikanische Kellogg School of Management mit ihrem gemeinsamen Programm mit der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST). Auf Platz 2 liegt der Trium Global Executive MBA, den die HEC Paris, die London School of Economics und die Stern School of Business an der New York University gemeinsam anbieten (im Vorjahr Platz 5). Platz 3 belegt das Tiemba-Programm der Pekinger Tsinghua University zusammen mit Insead (Vorjahr ebenfalls Platz 3). Der Executive MBA von Insead allein kommt dagegen nur auf Platz 13 (Vorjahr Platz 8).

Weitere Platzierungen

Der EMBA - Global Asia (Columbia Business School, University of Hong Kong und London Business School), erreicht Rang 4 (Vorjahr Platz 2). Die CEIBS landet mit ihrem CEIBS Global MBA auf Platz 5 und verbessert sich damit um neun Plätze. Auch Platz 6 geht an China und zwar an den Washington-Fudan EMBA der Olin School of Business an der Washington University. Ebenfalls auf Platz 6 landet die HEC Paris als erste Schule ohne Partnerschule und China-Beteiligung.

Die ESCP Europe, die auch einen Standort in Berlin hat, landet auf Platz 11. Bestes deutsches Programm ist der Kellogg-WHU Executive MBA auf Platz 28 (Vorjahr Platz 23). Die ESMT erreicht Platz 39 (Vorjahr Platz 31). Der ESSEC-Mannheim Executive MBA hält sich auf Platz 47. Der Mannheim-Tongji Executive MBA gemeinsam mit der chinesischen Tongji University verliert sechs Plätze und landet auf Platz 52.

Die WU Wien Executive Academy mit ihrem gemeinsamen Programm mit der amerikanischen Carlson School of Management gewinnt 13 Plätze und kommt auf Platz 45. Die Universität St. Gallen verliert zehn Plätze und belegt Rang 55. Die Universität Zürich ist nicht mehr dabei.

Gehälter entscheidend für das Abschneiden

Entscheidend für das Abschneiden dürfte das Gehalt sein. Denn beim FT-Ranking zählt vor allem das Gehalt bzw die Gehaltssteigerung, die entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, PPP) umgerechnet werden. Da die Kaufkraft des Dollars in China und Schwellenländern aber bei einem Vielfachen der Kaufkraft des Dollars in Europa liegt, kommt es zu abstrusen Verzerrungen, von denen vor allem Schulen in China profitieren.

Das zeigt ein Blick auf die Gehälter. So liegt das (angepasste, nicht das reale) Gehalt beim Kellogg/HKUST bei stolzen 507.492 Dollar und damit erheblich über dem der anderen Programme. Zum Vergleich: Absolventen am Insead verdienen 279.101 Dollar. An der London Business School (Platz 14) sind es sogar nur 243.350 Dollar.

Insgesamt nahmen 139 Programme und damit mehr als je zuvor an dem Ranking teil, darunter 16 Joint-Programme von mehreren Schulen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Akkreditierung der AACSB oder von EQUIS. Die EMBA-Klasse muss das Programme gemeinsam als Kohorte durchlaufen und mindestens 30 Teilnehmer haben. Executive MBA Programme richten sich an Führungskräfte mit langjähriger Berufserfahrung.

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