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 Debatte um KI-Richtlinien für HR

Transparenz, Sachverstand und Verantwortung im Umgang mit KI-Anwendungen in HR: Das und mehr fordert der Ethikbeirat HR Tech in zehn Richtlinien, die er zur Diskussion stellt. Damit wollen die Beiratsmitglieder einen sensibleren Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Personalarbeit erreichen.

Die zehn Ethikrichtlinien, die am 25. Juni 2019 vorgestellt wurden, sollen als Grundlage für eine breite Diskussion dienen und adressieren die Herausforderungen in der Personalarbeit samt Lösungsansätzen. "Wir wollen die Herausforderungen diskutieren und Lösungsansätze aufzeigen", wie Elke Eller betont. Als Personalvorstand der Tui AG hat sie den Ethikbeirat mit initiiert und war an der Entwicklung des vorgelegten Entwurfs beteiligt. Neben Eller sind im Ethikbeirat auch Gewerkschaftsvertreter, Vertreter aus Start-Ups und etablierten Unternehmen sowie Wissenschaftler vertreten. Auch Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub ist Mitglied im Beirat.

KI-Richtlinien für HR: Auftakt zu einer breiten Diskussion

"Die Nutzung moderner Technologien braucht ethische Leitplanken", sagt Mit-Initiator Michael Kramarsch, Managing Partner der HKP Group. Solche Richtlinien hätten jedoch nur Relevanz, wenn sie auf einem breiten Diskurs basieren. Deshalb lädt Kramarsch im Namen des Beirats explizit alle Interessierten zur Mitarbeit und zum Meinungsaustausch ein.

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Dieses Interesse an einer breiten gesellschaftlichen und unternehmerischen Debatte über den ethischen Umgang mit KI-Lösungen wird auch im Begleittext zu den Richtlinien deutlich, der auf der Webseite des Ethikbeirats im PDF-Format zum Download bereit steht. Demnach setzt sich der Ethikbeirat HR Tech zum Ziel, "Impulse zu geben und einen lebendigen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu führen". Denn drängende Probleme in Bezug auf die Anwendung neuer Technologien könnten nicht im stillen Kämmerlein geklärt werden.

Die Forderungen des Ethikbeirats HR Tech

Die zehn Ethikrichtlinien beinhalten unter anderem Forderungen zu einem transparenten Umgang und einem offenen Entscheidungsprozess bei Einführung und Nutzung von KI-Lösungen, eine klare Zuschreibung von Verantwortung und fundierte, sachverständige Lösungen und Anwendungen. Dabei werden nicht nur Unternehmen und HR-Manager in die Pflicht genommen, sondern auch Entwickler und Dienstleister. Außerdem umfassen die Forderungen klare Prozesse zur stetigen Überprüfung des ethischen Anspruchs.


Die detaillierten Forderungen lesen Sie auf den folgenden Seiten im Originaltext:

KI-Richtlinien für HR – Teil 1

KI-Richtlinien für HR – Teil 2


Die Personalmagazin- und die Haufe Online-Redaktion freuen sich auf den Meinungsaustausch zu den KI-Richtlinien für HR. Schreiben Sie an redaktion@personalmagazin.de oder verwenden Sie den Hashtag #EthikbeiratHRTech in Ihren Kommentaren auf Social Media und in Ihren Blogs.

Schlagworte zum Thema:  Künstliche Intelligenz (KI), HR-Software