Die ESMT Berlin hat sich mit fünf führenden globalen Business Schools zusammengeschlossen, um mit einer neuen interaktiven Online-Lernplattform MBA-Programme und Managementkurse anzubieten.

Die Nachfrage nach Online-MBAs nimmt zu. Doch dazu bedarf es einer digitalen Lernplattform, die vielfältige Interaktionen erlaubt. Man habe den Markt intensiv analysiert und sei dabei zu dem Schluss gekommen, dass es kein optimales Angebot gibt, erklärt Nick Barniville, Associate Dean of Degree Programs, ESMT Berlin. Dann sei man auf die Imperial College Business School gestoßen, die eine eigene Plattform mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten entwickelt hat und diese bereits für ihren Global Online MBA nutzt. "Wir sind an Imperial herangetreten und haben ihnen eine Kooperation angeboten", erzählt Barniville. Imperial habe die Idee gut gefunden und das Technologieunternehmen Insendi gegründet. Die ESMT ist dort Shareholder.

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Gemeinsame Plattform als Herzstück der FOME

Die gemeinsame Plattform bildet das Herzstück der Future of Management Alliance (FOME), der ersten Zusammenarbeit dieser Art im Bereich Management-Weiterbildung. Mit dabei sind neben der ESMT und dem Imperial College die BI Norwegian Business School, die französische EDHEC Business School, die kanadische Ivey Business School und die Lee Kong Chian School of Business an der Singapore Management University.

"Diese neue Allianz erlaubt es uns, uneingeschränkt Kontrolle über unser geistiges Eigentum zu behalten", so Barniville. Gleichzeitig schaffe die gemeinsame digitale Plattform ein langfristig nachhaltiges Unternehmensmodell. So könne man vermeiden, die gesamte digitale Durchführung der Kurse an externe Anbieter auszulagern. Denn Technologieanbieter wie 2U oder Getsmarter kassieren mehr als die Hälfte der Kurseinnahmen - und das, obwohl die Schulen in den Online-Kursen ihr geistiges Eigentum bereitstellen. 

Maßgeschneiderte Anpassung für die einzelnen Hochschulen

Die gemeinsame Plattform lässt sich an die Bedürfnisse der einzelnen Hochschulen anpassen und ermöglicht es ihnen, ihr Programmportfolio neu zu definieren, maßzuschneidern und zu digitalisieren. Dies gilt für MBA-Kurse ebenso wie für kürzere Kurse für die Weiterbildung von Führungskräften und Massive Open Online Courses (MOOCs).

An der ESMT ist bereits in Gesprächen mit einem deutschen Unternehmen zu einem firmeninternen MBA im Blended Learning Format mit 20 Prozent Präsenzunterricht. Er soll im April starten. Auch über einen offenen Online-MBA denke man nach, eruiere derzeit aber noch, mit welchem Preis man auf den Markt gehen will, so ESMT-Manager Barniville. Er werde nicht im Billigsegment liegen - schon allein aufgrund der enormen Investitionen in die Technologie.

Am 1. November hat die ESMT sechs MBA-Kurse, drei Executive Education-Lehrabschnitte sowie zwei individuell maßgeschneiderte Weiterbildungsseminare freigeschaltet.

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