| Employer Branding

Mit der Anzeige im Schreibblock die Absolventen gewinnen

Der Schreibblock als Träger von Image-Anzeigen
Bild: Haufe Online Redaktion

So wird das wichtigste Handwerkszeug von Studenten zum Employer-Branding-Instrument: Ein Schreibblock mit Image-Anzeigen großer Unternehmen, der gratis verteilt wird. Die Idee des Unternehmens Studybloxx zeigt Erfolge: Vor allem die BASF-Anzeigen erringen viel Aufmerksamkeit.

50.000 Studierende haben fast täglich die HR-Anzeigen von über 50 Unternehmen vor Augen – als Registerblätter in Ihren Semester-Schreibblöcken. Diese verteilt das Münchner Startup-Unternehmen Studybloxx kostenlos an über 30 Universitäten. Die erste Resonanzstudie zu diesem Werbeinstrument zeigt, dass die Unternehmensschwergewichte BASF, Bosch und Siemens in der Gunst der Studenten die Nase vorn haben. Sie werden am häufigsten unter den Studierenden als potenzielle Arbeitgeber weiterempfohlen. Und ihre Employer-Branding-Anzeigen werden am stärksten beachtet.

Gefragt hatte Studybloxx (www.studybloxx.com) seine studentischen Nutzer, welche Anzeigen deren Interesse wecken und welche Unternehmen sie ihren Kommilitonen empfehlen würden. 30 Prozent der Nutzer antworteten auf die Fragen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis daraus: 94 Prozent der Studybloxx-Nutzer gaben an, die Anzeigen in den Blöcken "häufiger und intensiver als in anderen Medien" wahrzunehmen.

Ingenieure schneller begeistert

Studenten der verschiedenen Fachrichtungen tendieren in ihrem Feedback zu unterschiedlichen Bewertungen. Dabei vergeben Studenten der Edition "Engineering" (Maschinenbau, Wirtschaftsingenieur, Bauingenieur) insgesamt die besten Noten für alle inserierenden Unternehmen, gefolgt von "Business" (BWL, VWL) und den eher kritischen Nutzern der Edition "Technology & IT" (Elektrotechnik, Informatik, Mathe, Physik). „In der Einzelauswertung fiel besonders auf, dass mit BASF ausgerechnet ein Chemieunternehmen bei den IT-Studenten am besten abschnitt“, sagt Studybloxx-Mitgründer Mario Kohl.

Viel Sympathie, weniger Klarheit

Siemens spielt trotz konventioneller Motive in allen drei Editionen ganz vorne mit, wenn es um die Weiterempfehlung als Arbeitgeber geht. Dagegen haben es innovative Unternehmen und durchaus namhafte Unternehmensberatungen laut Studie in fremden Bereichen schwerer. So kann ein bekannter Markenartikler zwar mit einer sympathischen Imageanzeige insgesamt gut punkten. Aber bei der Ansprache von künftigen Ingenieuren tut sich das Unternehmen ebenso schwer wie die Beratungen. Grund: "Das konkrete Einsatzfeld für die Absolventen wird nicht ganz klar", erklärt Kohl. "Auch wenn 75 Prozent der befragten Studenten ihren Block drei Monate oder länger im Schnitt sechs Mal pro Tag nutzen."

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