EMBA-Ranking Financial Times: HEC Paris auf Platz 1

In der 19. Ausgabe des Rankings der Financial Times zu den weltweit besten Executive MBAs steht erstmals die HEC Paris auf dem Spitzenplatz. Damit legt die französische Grande Ecole einen rasanten Aufstieg hin.

Im Jahr 2017 war die HEC Paris noch nicht einmal in der Rangliste vertreten, 2018 lag sie auf Platz sechs und in diesem Jahr schon auf Platz eins. Ein Grund für den Spitzenplatz der Schule ist das hohe Gehalt der Absolventen von 406.149 Dollar und damit fast 84.000 Dollar mehr als im Vorjahr. Denn das Gehalt, beziehungsweise die Gehaltssteigerung, machen 40 Prozent der Bewertung im Financial Times Ranking aus. Dagegen sind es an der London Business School (LBS) durchschnittlich "nur“ 292.023 Dollar, am Insead 285.508 Dollar.

Kellogg School of Management wird verdrängt

Mit ihrem kometenartigen Aufstieg verdrängt die HEC Paris den bisherigen Sieger Kellogg/HKUST auf Platz zwei. Neun Mal in zwölf Jahren stand das Programm der Kellogg School of Management mit der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) auf Platz eins. Mit dem dritten Platz schneidet auch der Trium Global Executive einen Platz schlechter ab, an dem die HEC Paris neben der London School of Economics und der Stern School of Business an der New York University beteiligt ist. Auf Platz vier landet – wie im Vorjahr – der EMBA-Global Asia, den die Columbia Business School mit der University of Hong Kong und der LBS anbietet. Die CEIBS in Shanghai bleibt wie im Vorjahr auf Platz fünf. Die LBS landet auf Platz acht und verbessert sich damit um sechs Plätze. Insead verschlechtert sich dagegen um sechs Plätze und landet auf Platz 19. Das IMD kommt auf Platz 20.

Kaufkraftparität verzerrt das Ergebnis

Fünf der zehn besten Programme kommen aus China oder sind gemeinsame Programme mit einer chinesischen Business School. Da das Gehalt jeweils entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, PPP) umgerechnet wird, profitieren Schulen aus China und Schulen in Schwellenländern von der höheren Kaufkraft des Dollars und es kommt zu teils abstrusen Verzerrungen. So haben – mit Ausnahme der HEC Paris – ausschließlich Schulen aus China oder mit chinesischer Beteiligung ein durchschnittliches Gehalt von mehr als 400.000 Dollar. Und die Indian Business School kommt auf erstaunliche 353.666 Dollar, das IMD in der teuren Schweiz dagegen nur auf 278.336 Dollar.

ESCP Europe gewinnt drei Plätze

Die ESCP Europe mit sechs Standorten in Europa, darunter auch einem Campus in Berlin, erreicht den elften Platz (Vorjahr Platz 14). Der Kellogg-WHU Executive MBA liegt auf Platz 34 (Vorjahr Platz 28), die ESMT auf Platz 38 (Vorjahr Platz 39). Der ESSEC-Mannheim Executive MBA kommt auf den 45. Platz (Vorjahr Platz 47). Der Mannheim-Tongji Executive MBA gemeinsam mit der chinesischen Tongji University verliert sieben Plätze und landet auf Platz 59. Die Frankfurt School verbessert sich um 13 Plätze und kommt auf Rang 80.

Universität Zürich rutscht ins Ranking

Die WU Wien Executive Academy mit ihrem gemeinsamen Programm mit der amerikanischen Carlson School of Management verschlechtert sich um drei Plätze und landet auf Platz 48 (Vorjahr Platz 45). Die Universität St. Gallen verbessert sich um elf Plätze auf Rang 45. Die Universität Zürich, die letztes Jahr nicht im Ranking vertreten war, liegt auf Platz 74.

IE Business School liegt bei neuem Kriterium vorne

Bei dem im Jahr 2018 eingeführten Kriterium "Corporate Social Responsibility" landet die spanische IE Business School auf Platz eins, gefolgt von der ebenfalls spanischen IESE Business School und der amerikanischen Yale School of Management. Mit drei Prozent der Bewertung spielt das Kriterium allerdings keine große Rolle.

An dem Ranking nahmen diesmal 136 Programme teil. Voraussetzung ist eine Akkreditierung der AACSB oder von EQUIS. Die EMBA-Klasse muss das Programm gemeinsam als Kohorte durchlaufen und mindestens 30 Teilnehmer haben. Executive-MBA-Programme richten sich an Führungskräfte mit langjähriger Berufserfahrung.


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