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Learntec-Kongress mit internationalen Highlights

Viele Informationen erwarten die Besucher des Learntec-Kongresses.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wie sieht Lernen im Jahr 2020 aus? Antworten auf diese Frage und Best-Practice-Beispiele aus dem Unternehmensalltag stellen internationale Referenten auf dem Learntec-Kongress vom 29. bis 31. Januar in Karlsruhe vor.

Das umfangreiche Kongressprogramm macht den Teilnehmern die Auswahl nicht leicht. Allein 80 Vorträge in den vier Sektionen "Didactics", "Technology", "Management" und "Specials", sechs Workshops und sieben Keynotes in deutscher und englischer Sprache buhlen in drei Tagen um die Gunst des Publikums. Themenkomplexe wie die "Entwicklung von Fachkarrieren" oder "Bildungsmanagement im Mittelstand" deuten darauf hin, dass der Kongress längst über das Kernthema der Lerntechnologien hinausgewachsen ist und sein Portfolio erweitert hat.

Bildung als Grundlage qualifizierter Arbeitsplätze

Eröffnet werden Learntec-Kongress und Fachmesse am Dienstag, 29. Januar mit Keynotes von Professor Dr. Barbara Ischinger, Director for Education der OECD, und Bitkom-Präsident Professor Dieter Kempf. In ihrer Keynote „Creating quality jobs by leveraging education, skills and migration“ zeigt Professorin Ischinger den Zusammenhang zwischen Bildung und qualifizierten Arbeitsplätzen. Die Mit-Autorin des OECD-Bildungsberichts tritt den Beweis an, dass bereits Schüler vom Einsatz digitaler Medien in der Schule profitieren. Mit Blick auf die aktuell sehr populären Massive Open Online Kurse warnt sie aber zugleich davor, E-Learning in der Bildung nur aus Kostengründen zu propagieren und die Betreuung der Lernenden zu vernachlässigen.

Die neue Partnerschaft zwischen Learntec und dem Branchenverband Bitkom belegt Bitkom-Chef Kempf mit seiner Keynote zum Veranstaltungsmotto "Zukunft Lernen". Unter dem Thema "Lernszenarien 2020" stellt er vor, wie digitales Lernen in wenigen Jahren aussehen könnte.

Mit seinem Buch von der "Digitalen Demenz" sorgte Professor Dr. Manfred Spitzer im letzten Jahr für emotionale Diskussionen in der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Kongress antworten ihm die Professoren Peter Vorderer und Gerhard de Haan in einer Diskussionsrunde zur "digitalen Relevanz".

Internationale Stimmen zum Thema Games

Internationale Gäste kommen am zweiten Kongress-Tag zu Wort. Ein großer Themenkomplex von Learntec Kongress und Messe sind Games. Die passende Keynote kommt von Professorin Colleen Macklin, Design Director des Petlab, Parsons New School of Design in New York. Macklin, die erst kürzlich auf der Weltklima-Konferenz in Doha zu Gast war, berichtet von ihren eigenen Erfahrungen in der Spiele-Entwicklung. Die Professorin ist überzeugt, dass Spiele für das Lernen weit mehr Potenzial haben als bislang erkannt und genutzt wird. Zu den großen Vorteilen des Online-Lernens gehört, dass Lerner damit ganz individuell ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend lernen können. Über Wege zum persönlichen Lernerfolg in jedem Alter spricht Peter Honey. Der Psychologe aus Oxford zeigt, wie „Learning and development benefits from some tender loving care“. Weitere internationale Referate gibt es in den Sektionen Serious Games Technology und International Reference Projects.

Online-Lernen für Ältere

Der dritte Kongresstag stellt mit der Sektion "Bildung für die Generation 50+" und einer Keynote von Professor Dr. Emrah Düzel das Lebenslange Lernen in den Mittelpunkt. Professor Düzel, Direktor des Instituts für kognitive Neurologie und Demenzforschung am Universitätsklinikum Magdeburg, berichtet über Lernparadigmen für ältere Menschen. Mit einer Forschungsgruppe hat Düzel erst kürzlich nachgewiesen, wie das Hormon Dopamin, auch bekannt als "Glückshormon", das Langzeitgedächtnis 65- bis 75-Jähriger Menschen stärken kann. Auch in der letzten Keynote des Learntec-Kongress 2013 kommt ein Mediziner zu Wort. Der Motivationstrainer Dr. med. Stefan Frädrich, Köln, erklärt "Das Günter-Prinzip: So motivieren Sie Ihren inneren Schweinehund zum Lernen!".

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Haufe Online Redaktion

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