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| E-Learning in der Ausbildung

Beim digitalen Lernen zählt Image mehr als Kostenersparnis

Azubis im gewerblich-technischen Bereich kommen oft in den Genuss von E-Learning.
Bild: Haufe Online Redaktion

In der gewerblich-technischen Ausbildung scheint E-Learning bereits eine fest etablierte Größe zu sein. Die Unternehmen setzen es laut einer aktuellen Studie vor allem für ihre Azubis ein, um individuell fördern zu können – aber auch, um als modern und attraktiv wahrgenommen zu werden.

Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung hat im Auftrag der E-Cademy GmbH eine Befragung von insgesamt 342 Ausbildern für gewerblich-technische Berufe durchgeführt. Die Studie gibt Antwort auf die Frage, welchen Stellenwert die verschiedenen Formen des digitalen Lernens in der Ausbildung von Fachkräften für gewerblich-technische Berufe haben: Fast zwei Drittel der befragten Ausbilder setzen Formen des digitalen Lernens bereits ein, knapp ein Viertel plant dies für die nächsten Jahre.

Individuelles Lernen steht im Vordergrund

Die Studie zeigt außerdem, welche Gründe für und gegen den Einsatz von E-Learning sprechen. Der Hauptgrund für den Einsatz ist die mögliche Lerndifferenzierung; die meisten Befragten (92 Prozent) gehen davon aus, dass die Auszubildenden mit E-Learnings individuell gefördert werden können. Danach folgt die Reputation als Arbeitgeber: 90 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie sich mit dem Einsatz von E-Learning als modernes Ausbildungsunternehmen aufstellen können. Mehr Qualität in der Ausbildung erhoffen sich 76 Prozent der Befragten durch E-Learning. Dass sie mit dem digitalen Lernen auch Kosten einsparen wollen, geben dagegen nur 45 Prozent an.

Der Hauptgrund, der laut den Befragten gegen den Einsatz von E-Learning spricht, ist der schlecht erkennbare Mehrwert. 80 Prozent geben an, dass für sie die Kosten-Nutzen-Relation nicht erkennbar ist. Des Weiteren schätzen 69 Prozent die Selbstlernkompetenz und Motivation der Auszubildenden als nicht ausreichend ein. 47 Prozent geben auch an, dass die Ausbilder nicht über die nötige Medienkompetenz verfügen.

CBTs am häufigsten im Einsatz

Im Einsatz sind vor allem Computer-Based-Trainings (81 Prozent der Befragten) und Web-Based-Traininigs (68 Prozent) sowie Blended Learning (62 Prozent) und Simulationen (66 Prozent). Micro Blogging und Augmented Reality stehen am Ende der Liste: 33 beziehungsweise 25 Prozent setzen diese ein.

Trend zum Mobile Learning – aber meist ohne BYOD

86 Prozent der Befragten erwarten, dass E-Learning in den kommenden Jahren ein fester und wichtiger Bestandteil in der betrieblichen Ausbildung von gewerblich-technischen Fachkräften wird. Dabei wird auch das mobile Lernen immer wichtiger werden, geben 80 Prozent aller Befragungsteilnehmer an. Dass aber Auszubildende dann im Sinne des "Bring Your Own Device" (BYOD) ihre privaten Geräte zum Lernen im Unternehmen nutzen, beurteilen die befragten Ausbilder eher skeptisch – doch immerhin zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) können sich auch dies vorstellen.

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Haufe Online Redaktion

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