Auch dank starker Wirtschaft und unkomplizierten Studentenvisa ist Deutschland als Studienland bei Wirtschaftsstudenten aus dem Ausland beliebt. Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschland konnte seine Beliebtheit im Ranking der beliebtesten Studienländer internationaler Wirtschaftsstudenten verbessern. Das lässt sich der neuesten Ausgabe der Studie "Business of Branding" des Beratungsunternehmens Carrington Crisp entnehmen.

Deutschland steht mit 26 Prozent erstmals auf Platz 5 der beliebtesten Studienländer nach den USA (62 Prozent), Großbritannien (52 Prozent), Australien (39 Prozent) und Kanada (36 Prozent). Das zeigt die neueste Ausgabe der Studie "Business of Branding" des Beratungsunternehmens Carrington Crisp in Kooperation mit der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel. Im vergangenen Jahr lag Deutschland noch unter 15 Prozent. Befragt wurden 1.211 Studenten aus 74 Ländern. Die meisten davon waren Chinesen, Kanadier, Italiener und Briten.

Was für Deutschland als Studienstandort spricht

Zudem sollten die Teilnehmer anhand von zehn Statements ihre Wahrnehmung zu 16 Ländern als Studienland beschreiben. Dabei wird Deutschland mit 52 Prozent nach Irland (53 Prozent) als das Land gesehen, wo man am einfachsten ein Studentenvisum bekommt. Frankreich liegt bei 48 Prozent, Kanada und Großbritannien kommen auf je 44 Prozent. Die USA landen auf Platz 11 mit 30 Prozent.

73 Prozent sehen Deutschland als Land mit einer starken und dynamischen Wirtschaft. Damit liegt Deutschland hinter den USA (85 Prozent) und einen Prozentpunkt vor China (72 Prozent). Bei den Jobmöglichkeiten nach dem Studium belegt Deutschland mit 55 Prozent Platz 4 nach den USA, Kanada und Großbritannien.

Was die Qualität der Universitäten und Business Schools angeht, erreicht Deutschland Rang 4 nach Großbritannien, den USA und Kanada.

Nur 31 Prozent der Befragten halten Deutscland für einen teuren Platz zum Studieren. Bei den USA sind es 75 Prozent, in Großbritannien 73 Prozent. Bei der Aussage "wurde mir von einem Freund empfohlen" führen Großbritannien und die USA und Australien.

Das positive Image nutzen

Deutsche Business Schools sollten die positive Wahrnehmungen ihres Landes nutzen, wenn sie mehr internationale Studenten gewinnen möchten, sagt der Autor der Studie Andrew Crisp. Um international bekannter zu werden, helfe auch die Kooperation mehrerer Schulen, wie sie fünf deutsche Business Schools (ESMT Berlin, Frankfurt School, HHL, Mannheim Business School und WHU) 2016 mit ihrer Marketinginitiative "MBA Alliance Germany" gestartet haben.

Schlagworte zum Thema:  MBA

Aktuell
Meistgelesen