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Deutscher Arbeitsmarkt hält sich gegen EU-Trend stabil

Das Manpower Arbeitsmarktbarometer im Zeitverlauf
Bild: Manpower Group

Für das erste Quartal 2013 belegt das "Manpower Arbeitsmarktbarometer" eine stabile Einstellungsbereitschaft der deutschen Unternehmen – im Gegensatz zu anderen europäischen Arbeitsmärkten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich der Netto-Beschäftigungsausblick aber um zwei Prozentpunkte verschlechtert.

Der saisonbereinigte Ausblick auf die Netto-Beschäftigung liegt demnach wie im vierten Quartal 2012 bei plus fünf Prozent. Neun Prozent der Unternehmen in Deutschland wollen im ersten Quartal 2013 neue Mitarbeiter einstellen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorquartal nur um einen Prozentpunkt gesunken. Einen Personalabbau planen nur vier Prozent der über 1.000 befragten Arbeitgeber – der Wert ist demnach konstant geblieben. Ebenso gehen weiterhin acht von zehn deutschen Unternehmen davon aus, dass es bei ihrer Beschäftigtenzahl keine Veränderungen geben wird.

Schwächere Beschäftigungsaussichten in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika

Bezogen auf die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sind die Arbeitsmarktprognosen insgesamt eher negativ. In nur elf von 24 Ländern, die an der Studie teilnehmen, wollen die Arbeitgeber mehr Mitarbeiter einstellen als entlassen. In Spanien und Italien setzen sich die Negativtrends fort. Der saisonal bereinigte Netto-Beschäftigungsausblick liegt jeweils bei minus elf Prozent. Den gleichen Wert erreicht Griechenland, wobei sich dort im Vergleich zum vierten Quartal 2012 eine leichte Verbesserung um zwei Prozentpunkte eingestellt hat.

Zudem fällt auf, dass in allen osteuropäischen Ländern die Einstellungsbereitschaft im Vergleich zum Vorquartal gesunken ist. Ausnahmen in der EMEA-Region sind spärlich gesät: In Großbritannien war der Beschäftigungstrend bereits in 2012 langsam aber stetig angestiegen, für das erste Quartal 2013 legt er um drei Prozentpunkte auf plus sechs Prozent zu.

Starke regionale Unterschiede: Guter Jahresbeginn für München

Der Beschäftigungsausblick fällt für die Regionen Deutschlands sehr unterschiedlich aus. Im Ruhrgebiet sinkt der saisonal bereinigte Saldo von plus acht Prozent im vierten Quartal 2012 auf null im ersten Quartal 2013. Die Unternehmen zwischen Duisburg und Dortmund starten besonders vorsichtig in das neue Jahr: 97 Prozent planen keine personellen Veränderungen, nur ein Prozent sucht neue Mitarbeiter, ebenso wenig planen Entlassungen. Ganz anders die Aussichten in München: Hier steigt der saisonal bereinigte Netto-Beschäftigungsausblick um fünf Prozentpunkte, von elf auf 16 Prozent. 13 Prozent der befragten Münchner Unternehmen planen, im ersten Quartal 2013 mehr Mitarbeiter zu beschäftigen, nur ein Prozent rechnet mit Entlassungen. Auch Berlin vermeldet eine positive Bilanz: Der Netto-Beschäftigungsausblick steigt von minus eins auf plus sechs Prozent. In den übrigen neuen Bundesländern bleibt der saisonal bereinigte Saldo positiv, fällt aber von sieben auf drei Prozent.

Über das Manpower Arbeitsmarktbarometer

Die Manpower Group veröffentlicht jedes Quartal das Manpower Arbeitsmarktbarometer. Dafür werden mehr als 65.000 Arbeitgeber in 42 Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils kommenden Quartal befragt. Detail-Ergebnisse aus dem Manpower Arbeitsmarktbarometer können Sie hier abrufen: http://manpowergroup.com/press/meos_landing.cfm.

Haufe Online Redaktion

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