29.06.2012 | Unternehmenskultur

Deutsche Unternehmen bremsen Innovationskraft ihrer Mitarbeiter

Unternehmen schöpfen das kreative Potenzial ihrer Mitarbeiter noch zu wenig aus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Land der Dichter und Denker glänzt nicht gerade in Sachen Kreativität und Innovation. Schuld daran sind vor allem die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter darin nicht wirklich ermutigen. Auch Eigenständigkeit scheint nicht gefordert zu sein, geht zumindest aus einer aktuellen Studie der Personalberatung von Rundstedt HR Partners hervor.

Lediglich neun Prozent der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich von ihrer Firma zu innovativem Arbeiten angehalten. Zudem denken nur vier Prozent der deutschen Befragten, dass ihr Arbeitgeber eine eigenständige Arbeitsweise von ihnen erwartet. Damit liegen sie deutlich unter dem internationalen Durchschnitt (16 Prozent).

Was von den deutschen Arbeitnehmern ihrer Meinung nach stattdessen gefordert wird, ist die typisch deutsche Tugend "Qualität". Rund sechs von zehn Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber diese von ihnen erwartet (59 Prozent). Weitere Forderungen seitens des Unternehmens sind aus Sicht der Befragten Flexibilität (55 Prozent) und Produktivität (46 Prozent).

Mehr Eigeninitiative und Experimentierfreude fördern

"Deutschland gilt als Land der Ideen und Innovationen. Die Umfrageergebnisse machen jedoch deutlich, dass dieses Potenzial heute noch nicht ausreichend genutzt wird, weil Mitarbeiter sich von ihren Firmen nicht dazu angespornt fühlen, neue Ideen einzubringen", sagt Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin bei von Rundstedt HR Partners. So könnten Unternehmen ihre Mitarbeiter durch das Etablieren einer Vertrauenskultur dazu anregen, mehr Eigeninitiative zu zeigen und neue Dinge auszuprobieren, so Sophia von Rundstedt.

Schlagworte zum Thema:  Unternehmenskultur, Mitarbeiterförderung, Innovationsmanagement

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