09.05.2012 | Demografischer Wandel

HR-Lösungen für künftige Probleme fehlen

Alle Altersgruppen müssen in der Personalarbeit bedacht werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Probleme, die mit dem demografischen Wandel einhergehen, sind in den Personalabteilungen inzwischen bekannt. "An Lösungen mangelt es jedoch", so das Fazit der Bertelsmann Stiftung in einer gemeinsam mit Mercer durchgeführten Studie. Häufiger Grund dafür: Es gibt zu wenig personelle Ressourcen für dieses Thema.

Laut der Studie sucht nur jedes zwölfte Unternehmen gezielt nach Arbeitnehmern im Alter über 50. Auch nach der Umstellung auf die Rente mit 67 rechne nur jeder zweite Betrieb künftig mit mehr Arbeitsplätzen für über 60-Jährige.

Auch die konsequente Förderung des Miteinanders verschiedener Generationen werde im Arbeitsalltag häufig vernachlässigt, so ein weiteres Ergebnis. Zwar stehe für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent) die Erhaltung etwa der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Vordergrund. Aber nur ein Drittel halte den Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements für vordringlich.

Gründe für das Scheitern der Demografiemaßnahmen

Maßnahmen gegen die Folgen des demografischen Wandels scheitern nach Angaben der Befragten aus mehreren Gründen: 40 Prozent hätten die Dringlichkeit des Themas noch nicht genug erkannt. Die Hälfte habe keine ausreichenden personellen und finanziellen Ressourcen. Bei einem Drittel fehlten feste Verantwortlichkeiten für das Thema.

"Mehr als ein Drittel der Unternehmen hat bisher keine Altersstrukturanalyse durchgeführt", berichtete die Stiftung. An der Studie nahmen 218 Personen aus 200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im ersten Quartal 2012 teil.

Schlagworte zum Thema:  Demografie, Altersstruktur, Ältere Arbeitnehmer

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