23.06.2011 | HR-Management

Dem Fachkräftemangel auf verschiedenen Wegen begegnen

Auf der Suche nach Lösungen gegen den Fachkräftemangel, gibt es viele Vorschläge. Die Bundesregierung hat nun beschlossen, verstärkt ausländische Fachkräfte anzuwerben. Und Ergebnisse einer Kienbaum-Studie zeigen, dass Unternehmen auch auf die Steigerung des Beschäftigungsanteils von Frauen setzten.

Die Bundesregierung hat den Beschluss gefasst, ausländischen Top-Spezialisten das Arbeiten in Deutschland zu vereinfachen. Besonders in Bereichen der Medizin und im Ingenieurswesen, können viele Stellen aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. Nun soll die Vorrangsprüfung für Ärzte und Ingenieure zweier Fachrichtungen fallen gelassen werden, so Bundeskazlerin Angela Merkel. Durch diese bürokratische Vereinfachung können die ausländische Experten in Zukunft leichter einen Arbeitsplatz bei deutschen Unternehmen bekommen.

Umstritten in der Koalition ist noch, ob die Einkommensgrenze für ausländische Experten von 66.000 Euro auf etwa 44.000 Euro reduziert wird.

Die Koalition ist sich jedoch einig, dass der Bedarf an Fachkräften vorrangig mit einheimischen Arbeitskräften gedeckt werden soll. Gerade die schlummernden Potenziale bei Frauen und Älteren im Inland müssten besser genutzt werden, so Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

 

Potenzial von Frauen entdecken

Auch eine aktuelle Studie vom Bundesfamilienministerium, Kienbaum und dem Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR zeigt, dass die Frauenförderung im Kampf um Talente wichtig ist. Knapp ein Drittel (29 Prozent) der befragten Unternehmen geht davon aus, dass sie eine Zielgröße von 30 Prozent von Frauen in Führungspositionen erreichen werden. "Die Unternehmen haben die Potenziale der Beschäftigung von Frauen für ihren zukünftigen Unternehmenserfolg grundsätzlich erkannt", sagt Staatssekretär Josef Hecken.

Allerdings bleibt anscheinend ohne Unterstützung und politischen Druck die Veränderungsbereitschaft der dynamischen Unternehmen gering. Mehr als ein Viertel gibt an, bei anspruchsvollen Aufgaben den Frauenanteil nicht erhöhen zu wollen.

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