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24.01.2013 | Serie Herausforderungen für Führungskräfte im neuen Amt

Das Onboarding für Führungskräfte gestalten

Serienelemente
Auch ein Blumenstrauß als Willkommensgeschenk kann Wunder wirken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Gerade gibt es einige prominente Führungswechsel: Die Bayern-Fußballer bekommen einen neuen Trainer, die Eurogruppe einen neuen Chef. Damit sie von Anfang an volle Leistung bringen, brauchen sie Unterstützung am ersten Arbeitstag. Wir geben Tipps für das Onboarding der Führungskräfte.

Auch nach Stellenausschreibung, Personalauswahl und Vertragsgestaltung ist die Personalabteilung immer noch in der Pflicht: Sie sollte die ersten Arbeitstage des neuen Mitarbeiters gut vorbereiten und die Kollegen entsprechend sensibilisieren. Nur so erlangt die Führungskraft schnell die gewünschte Flughöhe und nur so lässt sich das Risiko der Anfangsfluktuation verringern.

Dabei sind es meist kleine Dinge, die es zu beachten gilt. Sie haben aber große Wirkung. So muss der Arbeitsplatz richtig vorbereitet sein samt aller Arbeitshilfen und gerade der PC muss für den Nutzer fertig eingerichtet sein. Dann braucht es natürlichen die notwendigen Infos über Kollegen, Arbeitsbereiche und örtliche Gegebenheiten. Ganz wichtig ist, dass alle Kollegen einen Hinweis erhalten und einbezogen werden. Kaum etwas ist frustrierender als ein erster Arbeitstag, an dem kaum einer Notiz vom neuen Mitarbeiter nimmt.

Der Onboarding-Prozess

Der erste Tag ist dabei allerdings nur ein Element eines umfassenderen Onboarding-Prozesses. Die neue Führungskraft muss auf wohlüberlegte Weise ins Unternehmen aufgenommen und bei der Orientierung und Integration im Betrieb unterstützt werden.

Dies beinhaltet: Nach dem Antritt der neuen Stellen wird der neue Mitarbeiter systematisch ins Unternehmen mit seinen Strukturen und Regeln eingeführt, zum Beispiel über spezielle Neueinsteigerseminare und mittels Zuordnung eines "Paten", sowie umfänglich in seine neuen Aufgaben eingearbeitet.

Der Einarbeitungsplan

Hierzu empfiehlt sich die Aufstellung eines Einarbeitungsplans. Grundlage hierfür sind die Stellen- oder Aufgabenbeschreibung. Je nach Aufgabengebiet und betrieblichen Verhältnissen kann ein Einarbeitungsplan auch umfangreich werden. Er sollte Ziele der Einarbeitung genauso enthalten wie die involvierten Abteilungen die einzelnen Lernschritte als auch die Hilfestellungen, die dem Mitarbeiter gegeben werden sollen.

Innovationsdenken zu Beginn ausnutzen

Und noch ein Praxistipp zum Schluss: neue Mitarbeiter besitzen ein hohes Innovationspotenzial. Es ist wichtig zu verhindern, dass sich die Betriebsblindheit gleich ausbreitet. Gleichzeitig sollten durch die Änderungsvorschläge des Neuen keine Turbulenzen entstehen, sodass er als Besserwisser wahrgenommen wird und sich - auch und gerade als Führungskraft - ins Abseits manövriert.

Hinweis: Mit welchen Problemen die prominenten Führungskräfte in ihren ersten Arbeitstagen zu kämpfen haben, fassen wir in den folgenden Tagen zusammen. Coaches geben Tipps, wie Führungskräfte die speziellen Anfangshürden überwinden können.

Haufe Online Redaktion

OnBoarding, Leistung, Führung, Talent Management

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