20.06.2014 | DAK-Studie 2014

Führungskräfte weniger gestresst als ungelernte Angestellte

Laut der DAK-Studie ist der Chef ist meist weniger gestresst als sein Angestellter.
Bild: Haufe Online Redaktion

Trotz der größeren Führungsverantwortung sind die meisten Vorgesetzten mit hohem Bildungsniveau unter den 25- bis 40-Jährigen weniger gestresst als Angestellte mit einfachen Tätigkeiten. Laut einer DAK-Studie weisen Alleinerziehende in dieser Altersgruppe den höchsten Stresspegel auf.

Die Krankenkasse hat die Stressbelastung der 25- bis 40-Jährigen anhand der Punkteskala des Trierer Inventars zur Erfassung chronischen Stresses (TICS) erfasst und dafür über 3.000 Männer und Frauen in ganz Deutschland befragen lassen. "Stress ist nicht per se gefährlich", erläutert Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstandes der DAK-Gesundheit. "Aber wenn eine intensive Stressbelastung über lange Zeit anhält und nicht kompensiert werden kann, führt das möglicherweise zu chronischem Stress. Und der macht auf Dauer krank."

Frauen gestresster als Männer – vor allem in Teilzeit

Insgesamt weisen Frauen eine höhere chronische Stressbelastung auf als Männer – wobei Frauen in Teilzeit einen höheren Stresspegel haben als Frauen mit Vollzeittätigkeit, während Männer in Teilzeit im Durchschnitt weniger gestresst sind als bei einer Vollzeitstelle. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern weisen laut der Studie Erwerbslose einen höheren Stresslevel auf als Erwerbstätige.

Die höchste Stressbelastung haben die Forscher für Alleinerziehende erfasst. Diese nannten besonders viele Situationen, in denen sie sich überfordert, für ihre Anstrengungen nicht anerkannt oder von Sorgen geplagt fühlten. Dagegen unterscheiden sich erwerbstätige Eltern im Stresslevel nicht von den erwerbstätigen Kinderlosen.

Mit der Qualifikation nimmt der Stresspegel ab

Betrachtet man die berufliche Stellung nimmt der Stress ab je höher qualifiziert die Personen sind. Ungelernte Arbeiter und Angestellt mit einfacher Tätigkeit sind sogar gestresster als Selbstständige und Freiberufler. Auch innerhalb der Befragtengruppe der Beamten trifft dies zu; auch hier nimmt das Stressniveau mit der beruflichen Stellung ab.  Ähnliches trifft auch auf den Grad der Ausbildung zu: Sie sind sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern weniger gestresst als die Befragten, die eine Ausbildung oder Lehre absolviert haben. Auch sinkt der Stresspegel je höher der Schulabschluss ist.

Allerdings leiden Studierende an Universitäten unter einem überdurchschnittlichen Stressniveau. Auch hier sind Frauen noch stärker gestresst als ihre männlichen Kommilitonen.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliches Gesundheitsmanagement

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