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Coaching etabliert sich zunehmend als professionelles PE-Instrument

Die Nachfrage von Coaching steigt stetig an, gleichfalls nimmt aber die Transparenz des deutschen Coaching-Marktes immer mehr ab. Ein repräsentatives Bild, wie es um die Branche aktuell bestellt ist, liefert die "2. Marburger Coaching-Studie", deren Ergebnisse nun veröffentlicht wurden.

In Deutschland sind insgesamt circa 8.000 Coaches tätig, die ihre Leistungen im professionellen Kontext für Fach- und Führungskräfte anbieten. Lag die durchschnittliche Auftragszahl der Coaches im Jahr 2006 noch bei 17,1, vergaben die Kunden in 2010 durchschnittlich 24,4 Aufträge an die Coaching-Anbieter. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Untersuchung, die Professor Michael Stephan und Peter-Paul Gross von der Innovationsforschungsstelle der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit dem Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (DBVC)  durchgeführt haben. Insgesamt haben sich an der Marktanalyse 1.292 Coaches und 237 Kunden beteiligt.

 

Trotz steigender Honorare bleibt Coaching nicht alleinige Einnahmequelle

Die zunehmende Professionalisierung und die zu beobachtende steigende Nachfrage haben sich auch finanziell für die Coaches ausgezahlt: 2010 lag der Stundensatz für ein Coaching fast 80 Euro höher als noch in 2000 (201,49 DM). Trotz der gestiegenen Stunden- und Jahresumsätze bieten jedoch nur 11 Prozent der Coaches ausschließlich Coaching an, die meisten anderen setzen zudem auf ein breites Angebot von Training, Beratung und Seminaren.

 

Coaching gewinnt als nachhaltiges PE-Instrument an Ansehen

"Es ist anzunehmen, dass der Anteil von Coachings in den Unternehmen noch deutlich weiter steigen wird", betont Christopher Rauen, der 1. Vorsitzende des DBVC. "Die Kunden setzen Coaching nicht nur als Reparaturmaßnahme, sondern auch zur Prävention und zur Potenzialentfaltung ein." 96 Prozent der Kunden beurteilen Coaching letztlich als nachhaltiges Werkzeug und nicht nur als vorübergehende Mode.

Die Coaching-Marktanalyse 2011 belegt somit, dass Coaching ein wachsendes Ansehen als nachhaltiges Instrument der Personalentwicklung verzeichnen kann und der gezielte Einsatz in Unternehmen wächst. Hinzukommt, dass gerade hier noch Entwicklungspotenzial gesehen wird: So gaben etwa zwei Drittel der Kunden an, dass das für Coaching vorgesehene Budget bisher nur bis zu 10 Prozent des Personalentwicklungs-Budgets eingenommen habe.

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