27.10.2015 | Serie Candidate Experience Management

Mit glaubwürdigen Informationen beim Bewerber punkten

Serienelemente
Candidate Experience: Ein potenzieller Bewerber informiert sich über über ein Unternehmen, das sein Interesse geweckt hat.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine positive Candidate Experience erhöht Anzahl und Qualität der eingehenden Bewerbungen. Entscheidend dabei ist, dass der potenzielle Bewerber nicht schon während der Informationsphase abspringt. Teil 2 unserer Serie zum Candidate Experience Management zeigt, was Sie dafür beachten sollten.

78 Prozent der Personaler in Deutschland sind der Ansicht, dass eine positive Candidate Experience einem Unternehmen mehr Bewerber bringt. Und 57 Prozent glauben, dass eine bessere Candidate Experience auch bessere Bewerber bringt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Recruiting-Spezialisten Textkernel unter 269 Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dem Thema Candidate Experience Management hohe Aufmerksamkeit zu schenken.

Bessere Candidate Experience erhöht Anzahl und Qualität der Bewerbungen

Entscheidend für die Anzahl und die Qualität der eingehenden Bewerbungen sind die ersten beiden Phasen der Candidate Experience, also die Anziehungsphase und die Informationsphase: Die Anziehungsphase dient dazu, potenzielle Kandidat zunächst überhaupt auf das Unternehmen aufmerksam zum machen und sein Interesse zu wecken, zum Beispiel über eine überzeugende Imagekampagne oder eine interessante Stellenanzeige.

Ist das Interesse geweckt, tritt der Kandidat in die Informationsphase ein: Das heißt, er informiert sich über verschiedene Kanäle über das Unternehmen und dessen Jobangebote. Wie stellt sich das Unternehmen dar? Was bietet es seinen Mitarbeitern? Ist das Arbeitgeberimage glaubwürdig? Welche offenen Stellenangebote hat das Unternehmen? Enthält die Stellenanzeige alle gewünschten Informationen? Ziel des Candidate Experience Management ist es, auf allen Kanälen und an allen Kontaktpunkten ein positives Bewerbererlebnis zu erzeugen.

Bewerber nutzen in der Informationsphase viele Kanäle

Insgesamt setzen potenzielle Bewerber auf einen breiten Informations-Mix aus verschiedenen Quellen, wie eine aktuelle Studie von Kienbaum unter Hochschulabsolventen zeigt: Erste Anlaufstelle in der Informationsphase ist die Karrierewebseite des Unternehmens. 94 Prozent der Befragten besuchen diese, wenn sie sich über Stellenangebote und Karriereaussichten informieren möchten. Die Karrierewebseite spielt also eine zentrale Rolle im Candidate Experience Management. Um eine positive Candidate Experience zu erzeugen, sollte die Karriereseite zunächst überhaupt auffindbar sein: durch einen auf der Unternehmenshomepage sichtbar platzierten Karriere-Button oder in der Stellenanzeige genannte URL. Weiterhin erwarten Bewerber heute, dass die Karriereseite mobil optimiert ist, so dass sie sich auch unterwegs per Smartphone bequem und komfortabel über das Unternehmen informieren können. Neben diesen technischen Aspekten müssen natürlich auch die Inhalte auf der Karrierewebseite überzeugen. Werte, Ziele und Unternehmenskultur sollten glaubwürdig präsentiert werden. Diskrepanzen zwischen der kommunizierten Arbeitgebermarke und der Realität spürt der Bewerber im Verlauf des Bewerbungsprozesses, was zu einer negativen Candidate Experience führt.

Arbeitgeberbewertungsportale, soziale Netzwerke und persönliche Empfehlungen

Doch das Arbeitgeberportal ist erst der Anfang, wie Henner Knabenreich in seiner Kolumne auf www.haufe.de/personal schreibt. In der Informationsphase nutzen potenzielle Bewerber einen Mix aus Messeauftritten, Online-Anzeigen, Suchmaschinenergebnissen und persönlichen Informationen, zum Beispiel von eigenen Mitarbeitern. Befreundete Mitarbeiter des Zielunternehmens sind laut der Kienbaum-Studie für 48 Prozent ein bewährter Weg, um sich über Firmen als Arbeitgeber schlau zu machen. Außerdem nutzt jeder fünfte Absolvent Arbeitgeber-Bewertungsportale wie Kununu, um sich eine Meinung zu bilden. Auch Business-Netzwerke wie Xing und Linkedin sind beliebte Informationskanäle und werden bei  der Suche nach Informationen über einen potenziellen Arbeitgeber doppelt so häufig genutzt wie private soziale Netzwerke.

Auch ein schlechtes Google-Ranking kann die Candidate Experience beeinträchtigen

Weiterhin orientiert sich jeder Fünfte auch an Berichten in Zeitungen oder Zeitschriften. 17 Prozent ziehen Broschüren oder Flyer und sieben Prozent Stellenanzeigen in Tageszeitungen zu Rate, wenn sie nach geeigneten Jobs suchen.

Ergebnisse in Suchmaschinen wie Google sind für die Suche nach dem Wunscharbeitgeber von großer Bedeutung: 39 Prozent der Absolventen suchen nach Arbeitgebern über Online-Suchmaschinen. Es ist also unerlässlich als Arbeitgeber mithilfe von Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) an einem guten Google-Ranking zu arbeiten. Erst vor Kurzem hat Google verkündet, dass in der mobilen Suche über Smartphone oder Tablet künftg mobil optimierte Seiten im Trefferranking bevorzugt werden. Ein weiteres gewichtiges Argument also, die Karrierewebseite schleunigst für Mobilgeräte zu optimieren, falls dies noch nicht geschehen ist.

Weitere Informationen:

Kostenloses Whitepaper "Candidate Experience Mangement"

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