Mit durchschnittlich 37,4 Prozent gab es 2017 unter den MBA-Studenten an Top-Schulen mehr Frauen als je zuvor. Die Zahlen beziehen sich auf die Mitgliedsschulen der Forté Foundation, die sich um die Förderung von Frauen kümmert. Dazu gehören 51 Top-Schulen (USA: 39, Kanada: vier, Europa: acht).

In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Frauen kontinuierlich gestiegen, berichtete die Stiftung. Erstmals hätten mit der Wharton School und der School of Business an der George Washington University sogar zwei Schulen einen Frauenanteil von 45 Prozent oder mehr erreicht.

Frauenanteil beim MBA: USA und Kanada überzeugen 

17 Schulen hatten mehr als 40 Prozent Frauen, 2013 waren es erst zwei Schulen. Die meisten sind US-Schulen sowie zwei Schulen aus Kanada. In Europa sind mit der Alliance Manchester Business School, der Imperial College Business School und der Oxford Said Business School lediglich drei britische Schulen dabei.

Neun Schulen haben 35 Prozent oder mehr Frauen, darunter drei europäische Schulen (HEC Paris, London Business School und die Cambridge Judge Business School). 

Frauen und Männer bis 2030 gleich stark vertreten?

"Der Fortschritt zeigt, dass die Parität der Geschlechter kein Traum ist", sagt Elissa Sangster, Executive Direktorin der Forté Foundation. Auch wenn der Anteil der Frauen nur langsam und stetig wachse, könne man bis 2030 durchaus 50 Prozent erreichen und damit die Karrieremöglichkeiten von Frauen deutlich verbessern. Denn ein MBA-Abschluss ermögliche bessere Aufstiegschancen, ein höheres Gehalt und mehr wirtschaftliche Mobilität.

Die Forté Foundation ist ein Nonprofit-Konsortium, zu dessen Mitgliedern 51 Topschulen, Unternehmen und das Graduate Management Admission Council gehören. Die Forté Foundation veranstaltet Konferenzen und bietet Stipendien für Frauen an. 2017 gab es 1.300 Stipendien für Studienanfängerinnen.