Inklusive der fünf Neuzugänge gibt es derzeit 167 Business Schools mit Equis-Akkreditierung. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Fünf Business Schools in Frankreich, Belgien, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben erstmals die "Equis"-Akkreditierung bekommen. Der Akkreditierung geht ein aufwändiger Prozess zur Qualitätssicherung voraus. Das Gütesiegel wird für drei oder fünf Jahre verliehen. 

"Equis" steht für "European Quality Improvement System" und wurde 1997 von der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel eingeführt. Das Gütesiegel dient dazu, Business Schools sowie Wirtschafts-Fakultäten nach international einheitlichen Standards zu bewerten und die Entwicklung der Qualität dieser Schools kontinuierlich zu begleiten und zu fördern. Equis gilt neben dem Gütesiegel der amerikanischen AACSB als wichtigster Qualitätsnachweis bei den Business Schools.

Business Schools mit Equis-Akkreditierung 

Neu dabei sind die Université de Liège - HEC Management School in Belgien, die Beijing Normal University Business School in China, die Burgundy School of Business und die Ecole de Management de Normandie in Frankreich sowie das College of Business Administration at the Abu Dhabi University.
Insgesamt dürfen sich damit derzeit 167 Business Schools in 41 Ländern mit dem Equis-Siegel schmücken.

In Deutschland haben derzeit fünf Business Schools das Gütesiegel: die ESMT in Berlin, die Frankfurt School of Finance & Management, die Universität zu Köln, die Mannheim Business School und die WHU - Otto Beisheim School of Management. Zum Vergleich: In Frankreich und China sind des jeweils 20, in Großbritannien 24 Schulen.

Ein ausgefeilter Prozess zur Qualitätssicherung

Equis begutachtet stets die gesamte Business School und keine einzelnen Programme. Der Akkreditierungsprozess ist eine sehr aufwendige Sache, die sich über mehrere Jahre hinzieht. Dabei achtet Equis auf den Prozess der Qualitätssicherung, der die Einhaltung von Standards sicherstellt, und fordert eine internationale Ausrichtung. Im Fokus stehen zehn Kriterien - etwa Governance und Strategie, Ethik, Nachhaltigkeit, Internationalisierung, Executive Education, Unternehmensbeziehungen. Das Gütesiegel wird für drei oder fünf Jahre verliehen. Danach muss die Schule einen Re-Akkreditierungsprozess durchlaufen. Besteht die Schule die Prüfung nicht, verliert sie das Gütesiegel wieder.

Akkreditierung als Alleinstellungsmerkmal

Das ist nun der EBS Business School in Wiesbaden passiert, die im Juli 2016 von der SRH Holding übernommen wurde. 2012 hatte sie im dritten Anlauf erstmals die Akkreditierung für drei Jahre bekommen. Im April 2015 scheiterte sie bei der Re-Akkreditierung, musste den Prozess noch einmal komplett durchlaufen und scheiterte jetzt erneut und hat damit das Gütesiegel verloren.

Das Gütesiegel ist aus mehreren Gründen wichtig für die Schulen. So machen internationale Studenten ihre Entscheidung für eine Business School häufig von einer internationalen Akkreditierung abhängig. Sie ist aber auch wichtig für die Gewinnung neuer und forschungsstarker Professoren. Und ohne eine Equis- oder AACSB-Akkreditierung kann eine Schule nicht an relevanten Rankings wie dem der Financial Times teilnehmen.
 

Eine Liste der akkreditierten Schulen finden Sie auf www.efmd.org.

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