05.07.2011 | HR-Management

Bürokratie: Welche Kosten die HR-Abteilung für den Staat trägt

Die Bundesregierung verfehlt nach Berechnungen von Wirtschaftsverbänden ihr Ziel, die Bürokratiekosten wie geplant abzubauen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt beklagt sogar, dass neue Bürokratiekosten auf die Unternehmen zukommen. Häufig laufen solche Kosten in der Personalabteilung auf.

"Seitdem 1920 erstmals den deutschen Arbeitgebern die Pflicht auferlegt worden ist, die Lohnsteuer für ihre Arbeitnehmer abzuführen, mit deren Steuerschuld gegenüber dem Staat sie eigentlich nichts zu tun haben, hat der Staat langsam aber stetig deutschen Unternehmen immer neue vergleichbare Pflichten auferlegt, die eigentlich ihm selbst obliegen." Dies erklärt Professor Volker Wittberg vom Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau im Personalmagazin, Ausgabe 7/2011.

 

651 Pflichten und horrende Kosten - gerade im Mittelstand

In einer Studie hat Wittberg herausgefunden, dass Unternehmen 651 Pflichten - davon 153 in ihrer Funktion als Arbeitgeber - obliegen, obwohl ihre Erledigung primär originäre Aufgabe des Staats wäre. Und um die konkrete Belastung eines mittelständischen Unternehmens bei der Erfüllung von nur zehn Arbeitgeberpflichten zu ermitteln, hat das Forscherteam um Wittberg die hierfür anfallenden Personalkosten bei der badischen Gießerei Karl Casper GmbH & Co. KG ermittelt (siehe PDF zum Download).

Basierend auf den Kostenwerten dieser Fallstudie und den in deutschen KMU beschäftigten Arbeitnehmern, entstehen den mittelständischen Arbeitgebern nur für die Erfüllung der hier betrachteten zehn Arbeitgeberpflichten Kosten in Höhe von etwa drei Milliarden Euro.

 

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