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Bye-bye, Budget: Firmen nutzen Weiterbildungsetat nicht aus

Ein Drittel aller Firmen verschwendet Weiterbildungsbudget, zeigt eine Studie.
Bild: Dynamic Graphics, Inc.

Weiterbildung ist beliebt – dennoch kommt eine Studie jetzt zu dem Ergebnis, dass in jedem dritten Unternehmen das Budget dafür nicht voll ausgeschöpft wird. Der häufigste Grund demnach: Es gibt niemanden, der die Mitarbeiter während ihrer Weiterbildung vertreten könnte. 

Ein knappes Viertel (23 Prozent) der 200 Personaler, die Forsa im Auftrag der Weiterbildungsdatenbank Springest befragt hat, haben demnach die Erfahrung gemacht, dass das Weiterbildungsbudget in ihrem Unternehmen meist nur teilweise eingesetzt werde. Acht Prozent berichten sogar, dass das Budget meist am Jahresende verfalle, weil es nicht ausgeschöpft werde. Den Studienerkenntnissen zufolge werde der Etat vor allem deshalb nicht vollständig genutzt, weil es nicht genug Personal gebe um die Mitarbeiter während ihrer Weiterbildung zu vertreten. Dem stimmen 46 Prozent der Personaler zu. Weitere häufige Gründe sind demnach, dass es trotz festgelegtem Budget Sparmaßnahmen gebe (44 Prozent) sowie das mangelnde Interesse der Mitarbeiter an der beruflichen Weiterbildung (42 Prozent).

Mitarbeiter besser über Weiterbildungen aufklären

Möglicherweise könnten die Unternehmen den Weiterbildungswillen der Mitarbeiter steigern, wenn sie diese besser über die Rahmenbedingungen der Weiterbildungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kostenübernahme und Freistellung von der Arbeit, informieren würden. 40 Prozent der Personaler fordern nämlich, dass dies in ihrem Unternehmen geschehen solle. Nur 22 Prozent glauben, dass die Mitarbeiter selbst darüber entscheiden sollten, wie sie ihr Budget für Weiterbildung verwenden. 20 Prozent äußern den Wunsch, dass das Weiterbildungsbudget in ihrem Unternehmen besser verteilt werden sollte. Fast ebenso viele (21 Prozent) sind der Ansicht, das Budget sei insgesamt zu knapp bemessen.

Nur wenige geben über 1.500 Euro pro Mitarbeiter aus

Bei welchem Betrag das Budget in den Firmen im Einzelnen pro Mitarbeiter und Jahr liegt, zeigt die Studie ebenfalls. 27 Prozent der befragten Personaler sagen, sie könnten pro Mitarbeiter zwischen 250 und 500 Euro einsetzen. 22 Prozent haben 500 bis 1.500 Euro pro Person zur Verfügung, während nur vier Prozent der Unternehmen 1.500 bis unter 5.000 Euro für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter aufwenden. Weniger als 250 Euro planen 15 Prozent ein. 26 Prozent der Unternehmen haben kein festes Budget pro Mitarbeiter. Zwei Drittel der Personaler prognostizieren, dass ihr Budget im laufenden Jahr gleich bleiben werde, während 25 Prozent von steigenden und sieben Prozent von sinkenden Mitteln ausgehen.

Weitere Informationen zur Studie und einige Experteneinschätzungen dazu können Sie hier herunterladen.

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