28.09.2011 | HR-Management

Blitzumfrage: Stärken und Schwächen der Bewerber unterbelichtet

Die Persönlichkeitsstruktur der Arbeitnehmer wird im Arbeitsalltag oft zu wenig berücksichtigt. Das stellten der Dienstleister Move HR in einer Blitzumfrage unter 53 Personalmanager und Experten des Personalwesens auf der Messe Zukunft Personal 2011 fest. Schon bei der Personalauswahl werden Stärken und Schwächen nicht genug berücksichtigt.

Jens-Peter Paulsen, Geschäftsführer der Move HR GmbH, zeigt sich von diesem Ergebnis nicht überrascht: "Viele Unternehmen beschäftigen sich zu wenig mit den überfachlichen Eigenschaften ihrer Mitarbeiter. Anstatt den Arbeitnehmer auf seine personale Eignung zu prüfen, wird er oft nur auf eine fachliche Passung hin überprüft. Bestenfalls werden Engpässe in der Person des Bewerbers beim Einstellungsgespräch entdeckt, häufig stellen sich aber Fehleinschätzungen erst Jahre später heraus."

Dieser Annahme entspricht, dass 63 Prozent der befragten Experten dringenden Handlungsbedarf bei der Auswahl der Mitarbeiter sehen. Die persönlichen Stärken und Schwächen der bestehenden und zukünftigen Mitarbeiter würden kaum oder zumindest nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt.

 

Führungskräfte sind wenig vorbereitet

Eine ähnliche Problematik fördert die Blitzumfrage bei Führungskräften zu Tage: 49 Prozent der Befragten gaben an, dass Unternehmen die Mitarbeiter in leitender Position zu wenig auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereiten. "Im folgenschwersten Fall können Führungskräfte ihre Vorbildfunktion nicht mehr erfüllen. Das kann auch andere Arbeitnehmer mitziehen: nach unten", formuliert Paulsen.

Aktuell

Meistgelesen