19.01.2012 | HR-Management

Bewerbung: Bei Azubis dominiert noch die Papiermappe

Obwohl der Trend deutlich zur digitalen Bewerbung geht, wie vor Kurzem eine Bitkom-Studie belegte, setzen die meisten Unternehmen bei Azubi-Kandidaten noch immer auf Papierbewerbungen. Im Azubi-Marketing ist der Trend zu Social Media auch noch nicht angekommen, so die "Personalstudie 2012" vom U-Form-Verlag.

An der Online-Befragung des U-Form-Verlags nahmen Ende 2011 insgesamt 258 Ausbildungsverantwortliche aus Unternehmen und anderen Organisationen teil. Die Umfrage zeigt, dass 85 Prozent der Ausbildungsbetriebe nach wie vor die Bewerbung per Papiermappe zulassen. Es folgen E-Mail-Bewerbungen mit 51 Prozent und Bewerbungsformulare/-systeme mit 41 Prozent.

Allerdings weist die Studie auch darauf hin, dass die elektronische Bewerbung auch bei den Azubis auf dem Vormarsch ist. Der Anteil der Ausbildungsbetriebe, die keine Papierbewerbung mehr zulassen, hat sich gegenüber der "Personalstudie 2010" mehr als verdoppelt – von 6,4 auf 15 Prozent. Der durchschnittliche Anteil der Papierbewerbungen ist von 78 auf 68 Prozent zurückgegangen.

 

Im Azubi-Marketing ist Social Media noch ein Fremdwort

Angesichts aktueller Besetzungsschwierigkeiten investieren Ausbildungsbetriebe stärker ins Azubi-Marketing: Social Media werden dafür aber bislang kaum genutzt. Bei der Bewertung der Wichtigkeit verschiedener Medienkanäle für die Vermarktung von Ausbildungsangeboten landeten Social Media mit einem Wert von 3,13 auf dem letzten Platz (Skala von 1=sehr intensive Nutzung bis 4=keine Nutzung).

Praktika (1,84) nutzen die Ausbildungsbetriebe dagegen besonders intensiv. Auch Angebote der Arbeitsagentur (2,0), die eigenen Karriereseiten (2,26) und Jobbörsen (2,27) stehen in der Gunst der Ausbilder weit vorn. Vor allem der damit verbundene Zeitaufwand wird von den Teilnehmern der Umfrage als Grund für das geringe Engagement auf Social Media-Kanälen genannt.

 

Azubi-Seiten im Netz sind selbstverständlich

Karriereseiten im Internet und eigene Seiten für Azubis sind bei den meisten Unternehmen heute selbstverständlich. 68 Prozent der teilnehmenden Betriebe geben an, eigene Karriereseiten im Netz zu nutzen. 92 Prozent dieser Karriereauftritte verfügen über eine eigene Azubi-Rubrik. Erwartungsgemäß besitzen besonders viele kleine Betriebe unter 100 Mitarbeitern keine eigenen Karriereseiten im Netz. Ausbildungsbetriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern, die keine eigenen Karriere- und Azubi-Seiten im Internet haben, sind dagegen selten und stammen überwiegend aus dem öffentlichen Dienst.

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