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Recruiting-Prozess muss nicht mobil, aber schnell laufen

Bewerbermanagement: Recruiting-Prozess dürfen laut den Bewerbern gerne auch online laufen.
Bild: Michael Bamberger

Bewerber warten nicht gerne. Sieben Tage geben sie Unternehmen für die erste Stufe im Recruiting-Prozess. Welche weiteren Anforderungen sie an das Bewerbermanagement stellen, zeigen die Ergebnisse einer Studie unter 1.200 Teilnehmern.

Eine erste Eingangsbestätigung sollten Arbeitgeber, die im Kampf um Talente punkten wollen, spätestens nach sieben Tagen verschicken. Denn das erwartet mehr als die Hälfte der befragten Bewerber in der Studie von Softgarden (54 Prozent). 39 Prozent erwarten sogar eine sofortige Rückmeldung. Dafür sind die Anforderungen an diese erste Reaktion nicht hoch: Immerhin reichen 90 Prozent der Bewerber dafür aber eine automatisch generierte Antwort aus.

Doch auch im nächsten Schritt gilt es Zeitlimits einzuhalten: Eine verbindliche Rückmeldung mit Einladung oder absage erwartet die Hälfte der Bewerber nach spätestens 14 Tagen. 30 Prozent würden den Unternehmen drei Wochen einräumen, zwölf Prozent vier Wochen.

Online-Bewerbungssystem werden akzeptiert

Allerdings bewirbt sich ein Großteil der potenziellen Mitarbeiter erst gar nicht, wenn das Ausfüllen eines Online-Bewerbungssystems länger als 30 Minuten dauert. Nur vier Prozent der Befragten würde das über sich ergehen lassen. Zehn bis maximal 20 Minuten würde knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer dafür aufbringen. Grundsätzlich stellen die Befragten solche Online-Systeme nicht infrage. 64 Prozent haben kein Problem damit, die Daten online einzugeben.

Mobile Recruiting nur zur Stellensuche

Das ganze auf einem mobilen Gerät einzugeben, erscheint den meisten aber zu umständlich: Auf die Frage „Können Sie sich eine Bewerbung über Ihr Smartphone oder Tablet vorstellen“ antworteten 67 Prozent mit „Nein“. Zu kleine Displays und Tastaturen sind der pragmatische Grund für die Ablehnung (20 Prozent). 18 Prozent sagten auch, dass die Bewerbung „kein Vorgang für unterwegs2 sei. Lediglich für die Stellensuche wollen die Bewerber nicht auf die mobilen Angebote verzichten (90 Prozent).

Datenübernahme aus Online-Netzwerken

Auch gegenüber der Nutzung von Daten aus Online-Netzwerken für die Bewerbung zeigten sich Bewerber mehrheitlich noch skeptisch. Am größten ist die Bereitschaft der Xing-Nutzer, ihre Daten für eine Online-Bewerbung zu nutzen; 43 Prozent von ihnen zeigen sich in der Online-Befragung dazu bereit. Bei den Linkedin-Nutzern lehnten 75 Prozent das ab.

Schlagworte zum Thema:  Bewerbermanagement, Recruiting, Online-Recruiting

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