06.03.2014 | Betriebliches Gesundheitsmanagement

Welche Vorsorgemaßnahmen Unternehmen bereits anbieten

Viele Unternehmen bieten schon eine gesundheitsgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes.
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut einer DIHK-Umfrage unterstützen bereits 90 Prozent der deutschen Unternehmen die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter oder planen dies konkret. An erster Stelle steht dabei ein gesundheitsgerechter Arbeitsplatz. Maßnahmen für die psychische Gesundheit sind bisher aber noch weniger verbreitet.

Die Bedeutung der Gesundheitsförderung habe damit laut Auskunft des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in den vergangenen fünf Jahren bei fast zwei von drei Unternehmen zugenommen. Zudem plane gut jeder dritte Betrieb für die kommenden fünf Jahre ein noch stärkeres Engagement. Konkret investieren die Unternehmen demnach vor allem in die gesundheitsgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes: 70 Prozent der Betriebe bieten oder planen laut Erhebung des DIHK beispielsweise ergonomische Bürostühle, Stehpulte, verstellbare Arbeitsplatten oder spezielle Fertigungsbänke. 45 Prozent der Unternehmen haben demnach Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen am Arbeitsplatz im Programm oder in Planung, und fast ebenso viele bieten oder planen Sport und Bewegung im Unternehmen.

Nur ein Viertel bietet Maßnahmen zur Stressbewältigung

Bei den Präventionsmaßnahmen in den Unternehmen geht es nicht nur um die physische Gesundheit der Mitarbeiter. Allerdings sind Angebote für das psychische Wohlbefinden noch deutlich weniger verbreitet: Laut DIHK stehen Maßnahmen zur Stressbewältigung bisher bei einem guten Viertel der Betriebe auf der Tagesordnung. Dass Maßnahmen zur psychischen Prävention immer wichtiger werden, hat vor kurzem der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) gezeigt: Demnach ist inzwischen fast jede sechste Krankschreibung in Deutschland psychisch bedingt.

Unternehmen wünschen sich stärkere Beteiligung der Mitarbeiter

Eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsprävention spielen die Führungskräfte: Knapp jedes zweite Unternehmen setzt bereits auf deren Sensibilisierung für das Thema "Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter". 39 Prozent wünschen sich auch eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter an den angebotenen Maßnahmen. Dies würde dazu führen, dass die Arbeitgeber sich auch noch mehr engagieren würden, heißt es im Bericht des DIHK. Zudem wünscht sich demnach rund jeder zweite Arbeitgeber auch eine stärkere finanzielle Unterstützung. Bisher nutzen nur 17 Prozent der Betriebe den Steuerfreibetrag für betriebliche Gesundheitsförderung oder planen dies. 37 Prozent sprechen sich in der Befragung für eine Vereinfachung des Instruments aus.

Schlagworte zum Thema:  Gesundheitsmanagement, Vorsorge, Prävention

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