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26.08.2014 | Top-Thema Betriebliche Krankenversicherung

Einzelfragen zur BKV

Kapitel
Krankenversicherungsexperte Michael Haas beantwortet die häufigsten Fragen zur bKV.
Bild: Haufe Online Redaktion

Es gibt einige wichtige Fragen, die Personaler klären müssen, bevor sie den Mitarbeitern die Möglichkeiten der betrieblichen  Krankenversicherung bieten. Versicherungsexperte Michael Haas beantwortet sie hier.

Wie hoch ist der administrative Aufwand, den eine betriebliche Krankenversicherung mit sich bringt? 

Unternehmen haben einen geringen Aufwand, da sie ihre Mitarbeiter über Listen anmelden können und in die Leistungsabwicklung zwischen Versicherer und Mitarbeiter nicht eingebunden sind. Durch die Kollektivbildung werden einheitliche Beiträge errechnet. Auch das Sammelinkassoverfahren trägt dazu bei, den Aufwand für Unternehmen in engen Grenzen zu halten.

Verursacht die betriebliche Krankenversicherung Aufwand für die versicherten Mitarbeiter? 

Die betriebliche Krankenversicherung verursacht keinen Aufwand bei den Mitarbeitern: Sie profitieren davon, dass sie keine Gesundheitsprüfung durchlaufen müssen und keinen Wartezeiten unterliegen. Eine effiziente Leistungsabwicklung zwischen dem Mitarbeiter und dem Versicherer ist sichergestellt.

Wer kann versichert werden?

Grundsätzlich können alle gesetzlich versicherten Mitarbeiter über die betriebliche Krankenversicherung versichert werden, die in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis angestellt sind.

Muss das Unternehmen alle Mitarbeiter versichern?

Nein, Unternehmen können objektive Personengruppen anhand der Unternehmensstruktur bilden und diese obligatorisch absichern. Sie müssen dabei allerdings das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz beachten.

Wird eine Betriebsvereinbarung benötigt?

Grundsätzlich sollte eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden. Existiert kein Betriebsrat, können Unternehmen die betriebliche Krankenversicherung durch ihr Weisungsrecht einführen.

Welche Rolle spielen Vorerkrankungen der Mitarbeiter?

Für obligatorisch versicherte Mitarbeiter in den Gesundheitsbausteinen von AXA sind Vorerkrankungen nicht ausgeschlossen. Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind lediglich stationäre Behandlungen, Zahnersatzmaßnahmen oder Zahnbehandlungen, die zu Versicherungsbeginn bereits laufen oder konkret geplant sind, und laufende Arbeitsunfähigkeiten.

Was passiert, wenn der Mitarbeiter längere Zeit arbeitsunfähig ist, in Elternzeit oder Pflegezeit geht?

Für diese Fälle können die Unternehmen über eine Beitragsbefreiung sicherstellen, dass trotz Entfall der Lohnzahlung der Versicherungsschutz weiter besteht.

Können die Produkte nach Verlassen des Unternehmens weitergeführt werden?

Für Mitarbeiter, die zum Beispiel durch Arbeitsplatzwechsel oder Renteneintritt ausscheiden, können Unternehmen ein Weiterversicherungsrecht im bisher versicherten Leistungsumfang ohne Gesundheitsprüfung vereinbaren.

Michael Haas ist Leiter Exklusivorganisation und betriebliche Krankenversorgung der Axa Krankenversicherung.

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