26.08.2014 | Top-Thema Betriebliche Krankenversicherung

Das BKV-Angebot

Kapitel
Kostenerstattung bei Zahnbehandlungen sind ein häufig gewähltes Modul in der bKV.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Betriebliche Krankenversicherungen stehen auf der Wunschliste der Arbeitnehmer bei Zusatzleistungen ganz oben. Auch Arbeitgeber interessieren sich zunehmend für diese Möglichkeit der Mitarbeiterversorgung und -bindung. Die wichtigsten Fakten zu Nutzen und rechtlichen Bedingungen im Überblick.

Betriebliche Krankenversicherungen sind so konzipiert, dass mit verschiedenen Modulen ein zusätzlicher Krankenversicherungsschutz ergänzend zum gesetzlichen Schutz gestaltet werden kann. Die Mitarbeiter haben dadurch den Vorteil, üblicherweise nur privat gewährte Krankenversicherungszusatzleistungen in Anspruch nehmen zu können, ohne die Sicherheit der daneben weiterbestehenden gesetzlichen Krankenversicherung zu verlieren.

Abschluss der betrieblichen Krankenversicherung durch den Arbeitgeber  

Abgeschlossen werden kann eine betriebliche Krankenversicherung (BKV) zum einen als arbeitgeberfinanzierte Versicherung für alle Mitarbeiter oder einzelne Mitarbeitergruppen, zum anderen als Gruppenvertrag zwischen Arbeitgeber und Versicherer, bei dem die Mitarbeiter ihre Beiträge ganz oder teilweise selbst tragen. Dabei können die Gruppentarife Preisvorteile von bis zu 5o Prozent gegenüber den Normaltarifen bieten. Hinzu kommt, dass die meisten Anbieter auch Ehegatten der Mitarbeiter sowie deren Kindern die günstigeren Konditionen zur Verfügung stellen.

Leistungsumfang individuell auf das Unternehmen angepasst

Der Leistungsumfang der Krankenzusatzversicherung kann im Bausteinprinzip vom Unternehmen individuell je nach Bedarf festgelegt werden. Möglich sind beispielsweise Kostenerstattungen beziehungsweise Teilerstattungen bei zahnärztlichen Behandlungen, Chefarztbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, finanziellen Beteiligungen bei Brillen und Hörgeräten oder Tagegeldern für Kur- und Krankenhausaufenthalte.

Hohes Interesse, aber noch geringe Nutzung  

Nach einer Studie aus der Reihe "Finanzmarkttrends" des Marktforschungsinstituts "Heute und Morgen" halten vier Fünftel (79 Prozent) der 1.000 repräsentativ befragten Arbeitnehmer das Angebot einer betrieblichen Krankenzusatzversicherung grundsätzlich für attraktiv, 40 Prozent sogar in besonders hohem Maß. Vor die Alternative einer vergleichbaren Gehaltserhöhung gestellt, würde sich jeder dritte Arbeitnehmer für den Abschluss einer bKV entscheiden.

Dass auch die Unternehmen den Wert dieser Zusatzleistungen erkannt haben, zeigt eine Forsa-Umfrage: 75 Prozent der befragten Unternehmer sehen Leistungen wie Krankenzusatzversicherungen als wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung, 67 Prozent halten sie sogar für das wichtigste Mittel beim Recruiting neuer Mitarbeiter. Doch weniger als zwei Prozent der Arbeitgeber, so eine Schätzung von Bülow & Consorten aus dem Jahr 2013, stellen ihren Mitarbeitern derzeit eine BKV zur Verfügung.

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