19.12.2011 | HR-Management

Beschäftigung Älterer: Projekt im Automobilbereich gestartet

Der demografische Wandel stellt besondere Herausforderungen an das Personalmanagement. Noch fehlen vielerorts Strategien, um Gesundheit und Qualifikation der älteren Mitarbeiter zu erhalten. Wissenschaftler der TU Darmstadt und der Universität zu Köln entwickeln in einem Projekt nun solche Strategien am Beispiel der Automobilindustrie.

Das Projekt "Gesund und qualifiziert älter werden in der Automobilindustrie. Partizipation und Inklusion von Anfang an" (PINA) wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Kooperationspartner sind Automobilhersteller und Zulieferer wie Opel, Audi, Bosch, Daimler, Evobus, Ford, Porsche und VW. Die Federführung des Projekts liegt in den Händen des Instituts für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt (IAD) und des Lehrstuhls für Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln. In den kommenden Monaten nehmen die Forschungseinrichtungen den Stand des Alternsmanagements in den beteiligten Unternehmen auf und erarbeiten dann mit diesen bis August 2014 Umsetzungsstrategien für ein praxisnahes Gesamtmodell.

"Arbeits- und Personalpolitik werden sich zukünftig am Verlauf des Erwerbslebens orientieren müssen. Hierfür gibt es bereits erste Ansätze, aber der Umfang der Umsetzung und die Verzahnung der Maßnahmen und Abläufe ist derzeit noch offen", erläuterte Ralph Bruder, Leiter des IAD in Darmstadt. "Mit dem Projekt möchten wir erfolgreiche Konzepte identifizieren und zu tragfähigen Lösungen weiterentwickeln, die auch auf andere Unternehmen und Branchen übertragbar sind", fügte Mathilde Niehaus, Inhaberin des Kölner Lehrstuhls für Arbeit und Berufliche Rehabilitation hinzu.

 

Besseres Schnittstellenmanagement zu den Krankenkassen

Neben Themen wie der Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Gesundheitsförderung, und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement zählen auch die Bereiche Qualifizierung, Weiterbildung, Personalentwicklung und Laufbahngestaltung zu den Schwerpunkten des Projekts. Ein Hauptziel ist dabei, nicht nur die innerbetrieblichen Abläufe zu vernetzen, sondern auch die Schnittstellen zu Trägern von Prävention und Rehabilitation wie Krankenkassen, Unfall- und Rentenversicherungen zu untersuchen und die Zusammenarbeit zwischen diesen und den Unternehmen zu stärken.

Zum Auftakt des Projekts trafen sich in der Rüsselsheimer Zentrale der Adam Opel AG Vertreter des BMAS, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der beteiligten Universitäten und Firmen sowie der Sozialversicherungsträger.

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