08.06.2011 | HR-Management

Beruf "Bildungscontroller" kaum bekannt

In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel müssen Unternehmen eine Strategie für das Lebenslange Lernen ihrer Mitarbeiter entwickeln. Dass es dafür speziell ausgebildete Fachkräfte gibt, ist kaum bekannt, zeigt eine aktuelle Studie.

So haben 61 Prozent der Befragten die Berufsbezeichnungen "Bildungsmanagerin" oder "Bildungscontroller" noch nie gehört. Jeder vierte kennt die Bezeichnungen, aber nicht die damit verbundenen Aufgaben. Nur jeder siebte weiß relativ genau, welche Aufgaben Bildungsmanagerinnen und -manager wahrnehmen.

Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW), für die im Februar und März 1.002 Erwerbstätige befragt wurden:

 

Bildungscontrolling wird wichtiger

In den letzten zehn Jahren hat Bildungscontrolling in Großunternehmen deutlich an Bedeutung gewonnen. Rund 85 Prozent der Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten betreiben heute Bildungscontrolling. Das zeigte eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus dem Jahr 2008. "Allerdings wird Bildungscontrolling oftmals sehr praxisfern anhand von abstrakten Managementmodellen thematisiert", sagt Prof. Dr. Bernd Käpplinger, Dozent des Masterstudiengangs "Bildungs- und Kompetenzmanagement" und Programmleiter des Zertifikatsprogramms "Bildungscontrolling" an der DUW.

An der DUW können Studierende beispielsweise berufsbegleitend lernen, wie sie die unterschiedlichen Bedarfe in ihren Unternehmen analysieren, vorhandene Kompetenzen der Mitarbeiter ermitteln, passende Weiterbildungsangebote organisieren und evaluieren. Darüber hinaus werden sie dabei unterstützt, ihre Mittler- und Gestaltungsfunktion für die strategische Anbindung von Lebenslangem Lernen in ihren Unternehmen zu stärken.

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